Patrick Fischer hat sein Team verraten

Publiziert am 19. April 2026


An der Causa Patrick Fischer kommt zurzeit niemand vorbei. S
eit Tagen lese ich immer wieder: «Es ist doch gar nichts passiert!» Und: «Er wurde ja verurteilt und gebüsst.» Gestern Abend hat’s mir den Nuggi rausgehauen. Deshalb dieses Posting.

Ein Vergleich: Ein Raser wird innerorts, wo 50 km/h erlaubt sind, mit 129 km/h geblitzt. Den Führerausweis ist er sofort los. Vor Gericht argumentiert er: «Es ist ja nichts passiert!»

Mit Verlaub, aber so funktionieren weder Verantwortung noch Rechtsstaat.

Nehmen wir an, Fischer wäre 2022 bei der Einreise nach China mit dem gefälschten Covid-Zertifikat erwischt worden. Die Behörden hätten ihn in Quarantäne gesteckt und später ausgewiesen.

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft wäre womöglich disqualifiziert worden. Aus der Traum für Spieler und Staff, für die Olympische Spiele das Grösste ist, was sie erreichen können. 

Fischer, ein herausragender Trainer, der aus jedem Spieler das Maximum herauskitzelt, der Disziplin, Integrität und Fairplay einfordert, hat sein Team in den Bereichen, die ihm am wichtigsten war, verraten.

Das ist der Kern der Sache. Nicht die Corona-Thematik. Und auch nicht der Journalist, der den Fall ins Rollen brachte – er hat schlicht seinen Job gemacht.

Wer hässig ist über Fischers Absetzung als Nati-Coach, sollte sich nicht an SRF-Mann Pascal Schmitz abarbeiten, sondern an die Swiss Ice Hockey Federation wenden. Sie hat diese Entscheidung gefällt.

Foto: Monika Maier / Swisshockeynews 

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