Ursula Wyss’ Sujet wirkt am besten

Adrian Amstutz, Marc Jost, Christa Markwalder oder Ursula Wyss – die Bernerinnen und Berner haben am 13. Februar eine echte Auswahl. Sie bestimmen, wer den Ständeratssitz von Simonetta Sommaruga (sp), die im letzten Herbst in den Bundesrat aufrückte, übernehmen darf. In diesem Posting geht es darum, die vier Hauptsujets näher zu betrachten.

Dunkler Kittel, weisses Hemd, Krawatte, ein gewinnendes Lächeln – Nationalrat Adrian Amstutz (svp) präsentiert sich so, wie man ihn schon lange kennt. Dasselbe gilt für das Hauptsujet seiner Kampagne: kein Firlefanz, das Schweizer Kreuz und das SVP-Sünneli dürfen nicht fehlen. Die rote Rampe kann man so interpretieren, dass es mit Amstutz bergauf ginge. Unvorteilhaft ist der weisse Hintergrund. Dieser macht das Sujet kühl und klinisch.

Dasselbe Problem wie bei Amstutz zeigt sich auch bei Grossrat Marc Jost (evp): Ein weisser Hintergrund taugt für Werbung nicht. Der Kandidat kommt jugendlich, frisch und sympathisch herüber, ja er kann sogar noch den Wunschschwiegersohnbonus für sich beanspruchen.  Die Rasierklinge dürfte 24 Stunden vor dem Fotoshooting letztmals zum Einsatz gekommen sein, und das gibt Minuspunkte. Entweder ein gepflegter Dreitagebart oder frisch rasiert – etwas anderes geht nicht. Vor allem nicht in der Kombination mit einem klassischen Outfit (Kittel, Hemd, Krawatte). Die dunklen Schatten um das Kinn stören. Ansonsten entschied sich Jost offensichtlich für “reduced to the max”: Kein Datum, keine URL, dafür den Langzeitslogan der EVP mit dazugehörigem Güggel.

Ein Foto wie aus dem Modekatalog wählte Nationalrätin Christa Markwalder (fdp.die liberalen) aus. Seit sie ihre Haarfarbe von blond auf braun wechselte, kommen ihre blauen Augen noch besser zu Geltung. Sie hat eine starke Präsenz. Dazu schenkt sie dem Betrachter ihr schönsten Lächeln, très charmante; Bürokollege Suppino nahm sogar das Wort kess in den Mund – für politische Werbung ist das unerhört! Gelungen ist die Komposition mit der Lichtquelle hinten rechts. Geht dort die Sonne auf? Die FDP am Ende des Tunnels – dank Markwalder?

Problematisch sind die Farben: Der schlammgrünbraune Hintergrund kontrastiert zu wenig mit ihren Haaren. Die Kombinationen von Hellblau, Dunkeklblau, Rot (Stempel) und Schlammgrünbrau schmerzen nicht nur Ästheten. Das Corporate Design der FDP ist ein Murks, der selbst grossartige Aufnahmen wie diejenige von Christa Markwalder stark beeinträchtigt.

Ganz wohl scheint es Nationalrätin Ursula Wyss (sp) in ihrer Rolle als Model nicht zu sein. Ihre Gesichtszüge deuten das an. Ansonsten ist dieses Sujet gelungen: Die Kleider, die Wyss wählte, ihre üppige Haarpracht, die erstmals zu einer Frisur gebändigt werden konnte, der Hintergrund ist stimmig – es braucht Mut, im Winter Aussenaufnahmen zu machen (anstelle einer gekünstelten Fotomontage) -, das Brunnenwasser vermittelt Ruhe und nimmt die Farben des Hintergrunds auf, der Text ist so knapp gehalten wie möglich, damit das Bild seine Wirkung entfalten kann. Den Kreativen (Konzept, Fotografie, Grafik, Bildbearbeitung) ist ein Wurf gelungen. Deplatziert ist einzig der rote “Kanister”, der bei der SP seit 2009 zum grafischen Auftritt gehört und die Werberszene noch heute spotten lässt.

Fazit: Die Kandidierenden präsentieren sich in ihren Hauptsujets sympathisch und attraktiv. Das ist nicht irrelevant: Wie wir dank einer Studie des Lausanner Politologen Georg Lutz wissen, spielt das Aussehen bei der Wahlentscheidung eine Rolle. Auf einen eigenen Slogan verzichteten alle Kontrahenten, dafür entschieden sie sich, das Logo der eigenen Partei einzusetzen, was bei Ständeratswahlen nicht zwingend ist. Die gestalterische Umsetzung ist im Falle der beiden Männer solid. Christa Markwalder kommt dank einem Hammerbild so nahe an ihr Publikum heran wie sonst niemand. Ursula Wyss ist die Gewinnerin dieses Betrachtungsrunde, ihr  Sujet rundum gelungen – es wirkt am besten.

Auswirkungen auf den Ausgang des Wahlgangs vom 13. Februar- diese Ergänzung ist mir wichtig – haben die Hauptsujets nicht. Die Intensität und Durchschlagskraft der individuellen Kampagnen allerdings schon.


Links zu den Websites der Kandidierenden:

Adrian Amstutz, Sigriswil
Marc Jost, Thun
Christa Markwalder, Burgdorf
Ursula Wyss, Bern

Ein Erlebnis namens Buch

Die letzten Monate war ich monothematisch unterwegs. Das färbt ab.

Dieser Videoclip ist grandios, auch ohne Spanischkenntnisse. Wer ihn noch nicht gesehen haben sollte, et voilà:

Orgasmus erhitzt katalanische Wähler

Im Wahljahr 2007 produzierten viele Kandidierende Kurzfilme, die sie auf ihren Websites einbanden und auf dem Videoportal Youtube hochluden. Die allermeisten dieser Videobotschaften waren „home made“: Der älteste Sohn richtete eine Handycam auf den Kandidaten, der im Garten vor dem Lindenbaum stand. Oder die Menschenmenge eines Parteianlasses oder Quartierfestes wurde als Staffage benützt.

Die Jungsozialisten des Partido Socialista in Katalonien gingen einen anderen Weg. Mit einem Werbespot wollen sie die jungen Wähler aufrütteln und an die Urne bringen. Am kommenden Sonntag finden Wahlen statt. Der Spot heisst “Votar es un placer”, übersetzt: Wählen ist ein Vergnügen.” Das Video verbreitete sich in den letzten Tagen rasend schnell – kein Wunder:

Die Provokation sitzt, im katholischen Spanien ist das kein Wunder. Der Spot wird in Onlineforen hitizig diskutiert, zum Beispiel hier oder hier.

Womöglich inspiriert diese Produktion die Juso-KollegInnen in der Schweiz.  Bürokollege Suppino schnalzt mit der Zunge: “Genau, wir wollen Cédric Wermuth im Wahllokal sehen.”

Wirklich?

Christoph Mörgeli und Daniel Jositsch auf einem Quadratmeter (un-)friedlich vereint

Gestern mokierte ich mich hier über politische Werbung, im speziellen über das 2x-Nein-Kampagnen-Sujet gegen die Ausschaffungsinitiative. Das führte, wie erwartet, zu Reaktionen hinter den Kulissen.

Heute Morgen schmunzelte ich über ein Sujet, auf das mich die Radio1-Crew aufmerksam machte.  Dieses Plakat gehört zwar nicht zur Kategorie Politwerbung, in der Hauptrolle sind aber zwei Zürcher Nationalräte: Christoph Mörgeli (svp) und Daniel Jositsch (sp).

Das ist auch handwerklich gelungene Werbung. Wer dafür verantwortlich zeichnet, weiss ich nicht. Sicher ist, dass Mörgeli und Jositsch von dieser Gratiswerbung profitieren werden – zumal in den meisten öffentlichen Verkehrsmitteln politische Werbung verboten ist.

Sujet: VBZ/blickonline.ch

Politwerbung: giftig, dumpf, armselig

Politische Werbung, die es intelligent auf den Punkt bringt, hat in der Schweiz keine Tradition. Eine Aussage, die ich seit mehr als zehn Jahren immer wieder mache. Auch nach dem siebten oder achten Betrachten dieses Sujets, das gestern aus dem Giftschrank genommen wurde, sehe ich keine Veranlassung, meinen Befund zu revidieren.

Für die Verrohung der politischen Kultur in unserem Land ist vor allem die SVP verantwortlich. Wenn aber die politische Linke zu denselben Methoden greift – im Diskurs wie in der Werbung – ist das genauso dumpf. Und hilflos dazu.

Die SVP zu dämonisieren bringt nichts. Das ist kein Programm. Mit diesem armseligen Gift-Sujet gewinnt man keine Volksabstimmung, man holt sich lediglich den Applaus der Gesinnungsgenossen, die auch stets wissen, was richtig und was falsch ist.

Sujet: ausschaffungsinitiative-2xnein.ch

Gut gebrüllt, Markus Notter

Im Wahlsommer 1999 prangte das Konterfei von Bundesrat Moritz Leuenberger an vielen Plakatstellen. Er warb für eine starke SP. Den Slogan drechselte er selber, das war eine Bedingung für sein Mitwikren: “Die Politik prägt uns. Prägen wir die Politik.”  Damals war Leuenberger voll im Saft und im Volk populär, an der Urne hatte er bereits wichtige Abstimmungen gewonnen (FinöV) oder wichtige Vorlagen aufgegleist (LSVA).

Wie stark die Politik prägt, verbraucht und auslaugt, zeigt seit geraumer Zeit nicht nur Leuenberger, sondern auch sein Nachfolger im Zürcher Regierungsrat, Markus Notter. Seit 20 Jahren ist er Berufspolitiker, ein Naturtalent dazu – im nächsten Frühling nimmt er den Hut. Ich erinnere mich lebhaft an ein Gespräch mit Notter, etwa 15 Jahre ists her, als er noch Stadtpräsident von Dietikon, aber bereits Regierungsrat in spe war.

Notter hatte Bodenhaftung und Schmiss, und sein Humor blitzte immer wieder fein hervor. Solche Interviewpartner und O-Töne machen Radioredaktoren glücklich!

Dieser Tage reihte Notter mehr als nur ein paar gute Sätze aneinander. Er spricht Klartext. In der “Zeit”. Über seinen Berufsstand und über die Medien. Er wurde gehört, seine poiniterten Aussagen machen die Runde. Nachlesen – nachdenken.

Foto Markus Notter: unipublic-uzh.ch

Schweizer und “Schweizer”, die hängen

Berlin Blogger Tour 2010/II

Womöglich ist heutzutage Josef “Joe” Ackermann der bekannteste Schweizer in Deutschland. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank ist allerdings alles andere als populär. Bei Demonstrationen wurde er auch schon mal mit Transparenten wie “Mach dich vom Acker, Mann!” angegriffen.

Die höchsten Popularitätswerte hat – weiterhin – ein anderer Schweizer:

Emil Steinberger ist, rund 35 Jahre nachdem er auch in Deutschland den Durchbruch geschafft hat, offensichtlich immer noch so bekannt, dass sein Konterfei reicht, um ihn wiederzuerkennen. Rivella versucht derzeit mit ihm Berlin zu erobern, was bei der Lancierung für einige Kritik sorgte. Der Kult-Komiker hängt an vielen Ecken in der deutschen Hauptstadt, was beim Schweizer Betrachter eine Mischung aus “Déjà-vu” und versteckter Freude auslöst.

Ottmar Hitzfeld hängt derzeit auch in Berlin. Er hat zwar keinen Schweizer Pass, wird aber von den Eidgenossen praktisch als einer der ihren betrachtet. 1973 wurde er, im Grenzstädtchen Lörrach aufgewachsen, beim FC Basel Torschützenkönig.

In der Schweiz – Zug, Aarau, GC – legte er den Grundstein für seine beeindruckende Karriere als Fussballtrainer. Sollte die Nationalmannschaft an der WM in Südafrika über sich hinauswachsen, würde Hitzfeld wohl definitiv vom “Schweizer” zum Schweizer.

Fotos Emil Steinberger & Ottmar Hitzfeld: Mark Balsiger

Der Hauswerber der SVP: Hart am Wind, aber bescheiden und sehr sympathisch

svp_schaefliEr hat das berühmte Schäfli-Plakat (links) oder das Sujet zur Anti-Minarett-Abstimmung vom letzten November zu verantworten. Beide Kampagnen sorgten während Monaten für Furore wie selten zuvor. Alexander Segert ist der Nachfolger des legendären Hans-Rudolf Abächerli, der 17 Jahre lang den Werbestil der Zürcher SVP prägte, so auch das Messerstecher- und das Stiefel-Inserat.

Wer werberisch so gnadenlos wie Segert draufhauen kann, muss ein harter Hund sein, dachte im Vorfeld wohl manch ein Gast, der sich gestern Abend zum Talk im “Hotel Bern” einfand. Doch weit gefehlt: Der Norddeutsche ist sympathisch und ehrlich, ab und an blitzt feiner Humor auf. Er ist bescheiden und nimmt sich nicht wichtig, sondern betont sein abgeklärtes Verhältnis zu den Mandaten und Aufträgen. “Mit den Entscheidungsträgern der SVP arbeite ich auf einer professionellen Ebene zusammen”, privat verkehre er nicht mit ihnen.

Er sei gerne “hart am Wind”, sagt Segert. So setzte er unlängst für die SVP Zürich eine Kampagne gegen die Deutschen um. Diese knallte und brachte ihm erneut heftige Vorwürfe und Klagen ein.

Bei der Erarbeitung von Kampagnen lässt er sich von der Intuition leiten. Mit Fokusgruppen arbeitet er nie, er übernehme stets die Verantwortung, ob eine Kampagne funktioniere oder nicht. Für ihn ist klar: “Sujets müssen in einer oder zwei Sekunden etwas auslösen.” Die Rentenklau-Kampagne der Gewerkschaften fand er ausgezeichnet, diejenige von economiesuisse mit dem Schokoladenkuchen hingegen “war tragisch. Ich verstand sie nicht.”

Dass seine Sujets zum Teil als rassistisch eingestuft werden, nimmt er gelassen hin. Solange sie strafrechtlich nicht belangt würden, sei das unproblematisch. Die Kritik, die auf diese Aussage anschwillt, prallt an ihm ab wie an Teflon. Er lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Alexander Segert studierte an der Universität Konstanz und war auf dem Weg, eine Laufbahn als Mittelschullehrer einzuschlagen. Während einem Austauschsemester in Zürich fand er Gefallen an der Limmatstadt und einer Schweizerin, arbeitete zuerst als Journalist für Nationalrat Ulrich Schlüers “Schweizerzeit” und stieg später bei Abbächerlis Werbeagentur ein. Der Mitvierziger hat zwei Adoptivsöhne aus Nordafrika, die auch schon bei SVP-Veranstaltungen mit dabei gewesen seien. Segert könnte sich gut vorstellen, auch einmal eine Kampagne für die SP oder die Grünen zu entwerfen. “Intellektuelle Arbeit reizt mich.”

Bei Segerts Agentur sind nach seinen Angaben 13 Personen angestellt, auch solche aus Ägypten und Portugal.

Foto Alexander Segert: Mark Balsiger

Die neue Talkreihe des WerbeClubs Bern, die gestern begann, nennt sich “standPunkt”. Nick Lüthi, der Chefredaktor des Medienmagazins “Klartext”, wird in loser Folge Menschen vorstellen, die erfolgreich kommunizieren. Der Auftakt ist gelungen, allerdings eignet sich das Lokal für solche Anlässe weniger.

Von Prominenz und Kompetenz

regula_fecker2_small250_werbewocheVor Monatsfrist wurde Regula Fecker (Foto) zur Werberin des Jahres 2010 erkoren. Ein prestigeträchtiger Titel, den sie zurecht erhielt. Fecker wählt mit ihrer Agentur unkonventionelle Ansätze, denkt konsequent crossmedial und setzt das auch um. Der Erfolg der Kampagne “slown down, take it easy” ist der beste Beweis dafür.

Auch sonst ist Fecker erfrischend anders: Sie nimmt sich selber zurück und will deshalb nicht so recht in das gängige Bild der Werbeszene passen. Wir erinnern uns beispielsweise an ihren Vorgänger. In einer “Arena” im Herbst letzten Jahres begann dieser ein Votum so: “Ich bin ja nicht nur Werber des Jahres 2009, sondern auch…”

Der “Tages-Anzeiger” bat Regula Fecker, die Plakate der Zürcher Stadtratskandidierenden zu beurteilen – auf einer ganzen Zeitungsseite. Das wurde längst zum Standard in der Wahlkampfberichterstattung. Sie kritisiert und lobt die verschiedenen Sujets – fair und ausgewogen. Doch dann… der Killersatz:

“Deshalb sollten die Kandidaten […] TV- und Radiospots schalten.”

Ohweh, da hat sich Frau Fecker eine Blösse gegeben, die in Onlineforen subito für Spott sorgte: Politische Werbung in Radio und TV ist in der Schweiz verboten. Das Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) wurde 2006, nach einem langen und zähflüssigen Prozess, revidiert. Dabei wäre das Verbot beinahe gefallen. Im letzten Jahr kam das Thema erneut aufs Tapet: Die Staatspolitische Kommission suchte nach Möglichkeiten, den Parteien Fernsehwerbung zu ermöglichen.

Doch zurück zum Beitrag im gestrigen “Tages-Anzeiger”. Zwei Fragen drängen sich auf:  Wurde Feckers Fauxpas bewusst publiziert? Oder hat ihn die Redaktion gar nicht bemerkt: Weder der Interviewer, immerhin ein zeichnender Redaktor, noch der Korrektor noch der Blattmacher?

Foto Regula Fecker: werbewoche.ch

Die SP irgendwo zwischen schmelzenden Polen, jungen Frauen und Filzfinken

Seit einigen Tagen ist in verschiedenen Bahnhöfen des Kantons Bern dieses Plakat ausgehängt. Eine klassische Teaserkampagne.

Jetzt ist klar, welche Partei dahinter steht. Es ist die SP. Sie hielt heute ihren Parteitag ab und lancierte dabei das Berner Energie-Manifest. In ihrer Kampagne für die kantonalen Wahlen vom 28. März auf das Thema Energie zu setzen, hat zweifellos Potenzial.

Bloss: Was soll der Teaser mit der jungen Frau? Was ist ihr Problem: Keine Lehrstelle, der Bus vor der Nase abgefahren, zu viel getrunken, vom Freund verlassen? Alles ist möglich. Beliebigkeit statt eine klare Message. Die SP hat die Gelegenheit verpasst, pointiert mit einem Thema auf sich aufmerksam zu machen. Dabei stand das richtige Teasersujet bereit, auf der Website des Energie-Manifests:

Parteien stehen für ihre Kampagnen in der Regel sehr bescheidene Budgets zur Verfügung. Umso wichtiger wäre es darum, dass sie ihre Aktivitäten stringent bündeln. Auch nach dem Klimagipfel in Kopenhagen bleibt das Thema Energie weit vorne auf der Agenda – das müsste man nützen.

Wie eine Partei erfolgreich auf ihr wichtigstes Thema fokussiert, zeigt die Stadtzürcher SP. Sie verteilte diese Woche eine Broschüre in alle Haushaltungen. Die grafische Gestaltung ist gelungen, die Bilderwelt stimmig, jeder Satz passt, Emotionen werden geweckt. Und auf der Frontseite wird die Wohnungsnot mit Filzfinken thematisiert. Dieses Problem brennt vielen Menschen in Zürich auf den Nägeln. So punktet die SP bei der Basis – und darüber hinaus.