Anti-WEF-Demo soll das Überleben sichern

Wieder kündigt sich in Bern eine Demonstration mit hohem Gewaltpotenzial an. Mit den Anti-WEF-Kundgebungen macht man in dieser Stadt schon sein einigen Jahren negative Erfahrungen. Der traurige Höhepunkt war wohl die Ausgabe 2003, als es bis weit in die Nacht hinein zu regelrechten Strassenschlachten mit der Polizei gekommen war.

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Die Stadtregierung zeigte mit ihrem heutigen Entscheid, dass sie lernfähig ist. Sie hat die Bewilligung für die Demonstration, die sie vor zwei Tagen erteilt hat, wieder rückgängig gemacht. Das dürfte nun als wankelmütig gebrandmarktet werden – in Zeitungskommentaren wie am Stammtisch. Ich sehe das anders: Demonstrationen dürfen nicht per se schon im Vorfeld verboten werden, das würde ein demokratisches Grundrecht beschneiden.

Zuerst auf Dialog, Bewilligung und Deeskalation zu setzen ist grundsätzlich richtig. Wenn aber die Gefahr von Ausschreitungen derart gross wird, macht ein Verbot Sinn. Die Veranstalter der Anti-WEF-Demonstration haben es verpasst, die Hand, die ihnen die Stadtregierung reichte, zu schütteln. Eine verpasste Chance, der Schweiz zu zeigen, dass eine friedliche Demonstration mit echten Inhalten möglich ist. Diese haben in den letzten Jahren ohnehin an Bedeutung verloren. Die heterogene Anti-Globalisierungsbewegung hat viel von ihrer ursprünglichen Kraft eingebüsst.

Das Polizeiaufgebot wird am Samstag so gross sein wie selten zuvor, Bern dürfte einer Festung gleichen. Das schreckt zumindest die vielen Mitläufer ab. Die anderen werden trotzdem kommen, schliesslich feierten sie am 6. Oktober einen beachtlichen Erfolg, indem sie den SVP-Alpaufzug durch die Innenstadt verhindern konnten. Das weckt neue Gelüste.

Dieses Mal liegt ein ähnlicher Erfolg nicht drin. Immerhin reichts für einen rechten Kick, ein paar eingeschlagene Fenster und viel Medienpräsenz.  Dank der Medienpräsenz  sichern sich nicht nur Politiker die Wiederwahl, auch die Anti-weiss-ich-was-Bewegungen wollen sich so das Überleben ermöglichen.

Die Blog-Einträge zur Demonstration vom 6. Oktober 2007:

Samstag ist Demotag
Zwischen zwei Schweizen
Die Bilanz am Tag nach der Demo

Foto: Archiv espace.ch

Der Schatten des Wahlkampfs heisst Ignoranz

Der Wahlkampf in der Schweiz hat ein Problem: Ihm folgt fast staendig ein Schatten. Dieser Schatten heisst Ignoranz. Zwei Beispiele aus dem eidgenoessischen Wahljahr 2007:

Anfang Dezember in der “Arena”: Ein FDP-Parlamentarier, den ich fuer eine Lichtgestalt unter der Bundeshauskuppel halte, findet: “Der Wahlkampf ist jetzt vorbei.” Wenige Minuten spaeter wiederholt er ebendiesen Satz nochmals: “Der Wahlkampf ist jetzt vorbei.” Ich kratze mich am Kopf und ueberlege, was noch passieren muss, bis es im Kopf der Lichtgestalt daemmert. Die FDP hat seit 1983 kontinuerlich Waehleranteile verloren, sieben Mal hintereinander bei eidgenoessischen Wahlen. Wenn das im selben Tempo weitergeht, macht sich die Partei der Staatsgruender selbst ueberfluessig.

Vor Jahresfrist, am Tag als “Wahlkampf in der Schweiz – ein Handbuch fuer Kandidierende” veroeffentlicht wurde: Ein Medium befragt mehrere Politiker, ob sie dieses Buch anschaffen wuerden. Ein aussichtsreicher Kandidat gibt zur Antwort: “Nach 25 Jahren in der Politik weiss ich, worauf es ankommt. Ich brauche doch kein Handbuch.”  

Ich bin perplex. Vielleicht hilft ein Vergleich: Irgendjemand hat vor 25 Jahren auf einer elektrischen Schreibmaschine das Zehnfingersystem erlernt. Laengst arbeitet er auf einem PC mit vielen Programmen und fast unerschoepflichen Moeglichkeiten. Allein, den PC benuetzt er trotzdem immer noch wie eine Schreibmaschine, einzig das Einspannen der Blaetter schenkt er sich.

Bei beiden Politikern orte ich Ignoranz. Beim zweiten Kandidaten wurde diese Ignoranz mit der Nichtwahl bestraft, und ich konnte mir eine leichte Schadenfreude nicht verkneiffen.

Der Wahlkampf entwickelt sich schnell und dynamisch – inzwischen auch in der Schweiz. Gleichzeitig wird er bei uns verteufelt. Ich sah mich im verflossenen Jahr mehrfach veranlasst, den Wahlkampf zu verteidigen. Ich tue es hier nochmals, mit zwei simplen Argumenten:

– Wahlkampf ist nichts Anruechiges
– Wahlkampf heisst, sich uns seine Ziele ueberzeugend und
   verstaendlich zu praesentieren

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Der Wahlkampf wird heute permanent gefuehrt. Der Wahlkampf hat an Bedeutung gewonnen. Aus diesem Grund habe ich keine Hemmungen, hier unser Buch “Wahlkampf in der Schweiz” anzupreisen. Es hilft auch bei kantonalen oder kommunalen Wahlgaengen. Und solche stehen in diesem Jahr einige an: In den Kantonen Schwyz, Thurgau, St. Gallen und Basel-Stadt sind es kantonale Wahlen, in vielen Berner Staedten werden im Herbst Regierungen und Parlamente neu gewaehlt.

Noch stehen drei Schachteln mit unserem Buch bereit, die Bestellungen koennen bequem online vorgenommen werden. Lesebeispiele und Rezensionen sind ebenfalls aufgeschaltet.

P.S.  Es wurde seit den Bundesratswahlen ruhig hier. Dieses Weblog wird indessen nicht sanft einschlafen. Ich erlaube mir bloss eine urlaubsbedingte Pause, ich nenne sie eine “verlaengerte Weihnachtsbruecke”. In der zweiten Januarhaelfte werde ich wieder retour sein – und muss ich mich dann auch nicht mehr mit einer Tastatur, auf der die Umlaute fehlen, herumschlagen.

Krimi im Bundeshaus: Teil II

Dieses Weblog ist ein Experiment. Das habe ich seit dem Start im Januar mehrfach betont. Der gestrige Tag war ein weiteres Experiment. Ich bloggte. Der erste Beitrag entstand kurz nach 7 Uhr, der letzte nach Mitternacht. Das brachte zwei neue Tagesrekorde: 1729 “Hits” und mehr als 50 Kommentare. Danke.

Ein paar erste Gedanken:

– Diese Bundesratswahlen sind historisch, Christoph Blocher ist erst der vierte Bundesrat, der seit der Gründung des modernen Bundesstaats 1848 abgewählt wurde

– Die Konkordanz, ein Begriff, der in den letzten Tagen so oft verwendet wurde, wie nie zuvor, ist gewährt: die Vereinigte Bundesversammlung hat zwei Mitglieder der SVP gewählt

– Es ist immer wieder vorgekommen, dass nicht die offiziellen Kandidaten der Parteien in den Bundesrat gewählt wurden. Drei Beispiele der SP: 1993 wurde Ruth Dreifuss statt Christiane Brunner gewählt, 1983 Otto Stich statt Liliane Uchtenhagen, 1973 Willi Ritschard statt Parteipräsident Arthur Schmid 

– Nimmt Eveline Widmer-Schlumpf die Wahl an, hat sie und Samuel Schmid aus der Optik der SVP-Spitze keine Fraktion mehr im Rücken

– Es gäbe also erstmals in der Geschichte parteilose Bundesräte. Es ist nicht anzunehmen, dass das lange so bleiben wird. Bei der nächsten Vakanz würde vermutlich wieder zum Sturm geblasen

Von schwarzen Schafen und einem schlauen Biobauer als Drahtzieher

Ich versuche es für einmal in Versform. Die Narrenkappe übergestülpt, tönt das so:

Geheimpläne und schwarze Schafe, viel Rauch und Schall,
schliesslich platzt der Kragen, der Leithammel kommt zu Fall;
Über Nacht trickst rot-grün-schwarz sie aus, die Volkspartei,
und in deren Nest liegt plötzlich ein Bündner Kuckucksei;
Mörgeli und Maurer blamieren sich bis auf die Knochen und den Rumpf,
die Neue steht nicht zu Hause am Herd, es ist eine geborene Schlumpf;
der Stratege wohnt in der Nähe, ein Biobauer, clever und schlau,
Andrea Hämmerle beschert der SVP einen vorweihnachtlichen Super-GAU;
Und sorgt am Morgen Widmers „Njet“ für den nächsten Knaller,
steht ihr Erbe schon bereit, genau, es ist Urs Schwaller;
die Diener des Herrn blöcken in der Herde etwas von Opposition
,„geht nur“, echot es, „das ist der Preis für die ständige Obstruktion“.

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Andrea Hämmerle, Nationalrat und Königsmörder

Eveline Widmer-Schlumpf vereidigt, Christoph Blocher verbittert

Ein Schmunzeln geht durch den Saal: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf schwört zu früh. Sie muss das kurze Ritual darum nochmals wiederholen. Eine Formsache von fünf Sekunden.

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Widmer-Schlumpf ist vereidigt. Christoph Blocher muss nach vier Jahren sein Pult räumen. Wenn er jetzt gerade zu den 246 National- und Ständeratsmitgliedern spricht, tönt er verbittert. Das war bei Ruth Metzler vor vier Jahren anders. Blochers Rede wird nun bis zum letzten Komma seziert und interpretiert. Er scheide aus der Regierung aus, aber nicht aus der Politik, sagte er eben. Wahrscheindlich ist, dass er Ueli Maurer als Präsident der SVP Schweiz ablösen wird.

Da kommen bewegende Zeiten auf die Schweiz zu. Ich weiss nicht, ob ich mich darüber freuen soll. Sicher ist schon jetzt: Die Blocher-Fixierung der Medien dauert an. Und das hilft der Schweiz bei der Bewältigung ihrer Problemen kaum.

 

Foto: keystone
Karikatur “Law & Order”: die Lupe
Karrikatur Bündner Steibogg: unbekannt

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Blocher vor dem Comeback als Nationalrat

Keine andere Sportart verkörpert die traditionellen Werte der Schweiz besser als das Schwingen. Aufrichtigkeit und Fairness werden gross geschrieben, die Protagonisten sind bodenständig. Nach dem Kampf gratuliert der Verlierer dem Sieger. Der Sieger klopft dem Verlierer kollegial das Sägemehl vom Rücken. Ein kräftiges Händeschütteln, ein Blick in die Augen des anderen – und beide stapfen gemeinsam wieder aus dem Ring.

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Der wahre Charakter eines Menschen zeigt sich in der ersten Stunde eines Sieges oder einer Niederlage. Rund um den Bundeshauskrimi der letzten Tage kann man das exemplarisch mitverfolgen. Einerseits nimmt der frisch abgewählte Justizminister das Wort “Dreck” in den Mund und droht unverhohlen. Andererseits wird eimerweise Hohn und Spott über die SVP gegossen. Die triumphierenden Gegner gehen dabei ähnlich vor wie sonst ihre Feinde. Wie du mir, so ich dir, “tit for tat”.

Die ersten wichtigen Entscheidungen bei der SVP mit ihrem Verständnis von Opposition sind schon zu Beginn der nächsten Woche zu erwarten.

Ich zweifle nicht daran, dass Christoph Blocher in wenigen Monaten wieder unter der Bundeshauskuppel auftauchen wird. Als Nationalrat. Oppositionsführer brauchen ein Mandat im Parlament, dort können sie viel mehr Druck aufbauen. Blocher geht es bei seiner Rückkehr aber auch um eine persönliche Genugtuung – und um die Demütigung seiner Feinde, die ihn gestern abgewählt haben.

Am 3. März 2008 wird die Frühjahrssession beginnen. Dann wäre ein Comeback möglich. Ein Bisheriger aus dem Kanton Zürich gibt seinen Sitz frei und alle Ersatzleute auf der Nationalratsliste verzichten. Et voilà, so geht das. Dem SVP-Überflieger, der die Kantonalpartei Zürich 1977 als 10-Prozent-Partei übernahm und bis 2003 auf über 30 Prozent stemmte, wird man eine Rückkehr gewiss nicht verwehren.

Wer glaubt, dass mit der Abwahl von Blocher das Problem entsorgt ist, irrt sich also. Es dürfte noch grösser werden: Schuld daran ist die Blocher-Fixierung der Massenmedien, die mit der neuen Konstellation sogar noch zunehmen wird. Vor genau vier Jahren, nach der Wahl Blochers in den Bundesrat, hatte ich diese Symbiose von Medien und Blocher thematisiert. Dieser Text passt auch heute noch – haargenau.

Blocher und die Medien (PDF, 10 KB)

Kommt hinzu: Christoph Blocher hat ab Anfang Januar viel, viel Zeit für die Politik. Das war in der Phase von 1979 bis 2003 als Nationalrat nicht der Fall. Die Siegerinnen und Sieger von heute müssen sich warm anziehen. Blocher hat noch etwas, wovon andere nur träumen: Geld, sehr viel Geld. Er könnte vermutlich jedes Jahr x Millionen in Kampagnen stecken, ohne mit den Wimpern zu zucken.

P.S.   Man sollte in Bundesbern vermehrt Kurse im Schwingen anbieten.

Foto: Tages-Anzeiger online

Zuerst Drehbuch, jetzt Dynamik

Hoppla, der erste Wahlgang für die Wiederwahl von Christoph Blocher bringt eine satte Überraschung:

– Eveline Widmer-Schlumpf: 116 Stimmen
– Christoph Blocher: 111 Stimmen
– Diverse: 11 Stimmen

Das absolute Mehr lag bei 120 Stimmen.

Bis zu diesem Zeitpunkt verliefen die Wahlen nach Drehbuch. Was jetzt einsetzt, ist Dynamik. Das wird unberechenbar. Beim zweiten Wahlgang stehen drei Fragen im Vordergrund:

– Wohin gehen die 11 Stimmen für diverse Namen?
– Wohin gehen die insgesamt 8 leeren und ungültigen Stimmen? 
– Fallen vereinzelte Widmer-Wähler, aufgeschreckt durch die Resultate, jetzt noch um?

Es gibt weitere Fragen:

– Wo ist Eveline Widmer-Schlumpf, tatsächlich im Intercity von Chur nach Bern?
– Würde sie eine allfällige Wahl überhaupt annehmen?

Es zeigt sich einmal mehr, dass sich das Medium Fernsehen für die Live-Übertragung dieser Wahlen hervorragend eignet. Die Spannung ist greifbar, die Emotionen kommen voll herüber.  

Widmer-Schlumpf ist gewählt

Und gleich nochmals hoppla:

Die Bündner Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf ist gewählt. Sie holte 125 Stimmen, Christoph Blocher 115 Stimmen. Das absolute Mehr betrug 122 Stimmen. Das ist die Dynamik, die ich im letzten Beitrag angeschnitten habe.

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Ob Eveline Widmer-Schlumpf die Wahl auch annimmt?

Eine Rückblende: Am 3. März 1993 wählte die vereinigte Bundesversammlung Francis Matthey als Nachfolger des abtretenden Bundesrats René Felber. Die offizielle Kandidatin der SP, Christiane Brunner, wurde übergangen. In der Folge übte die SP-Fraktion heftigen Druck auf Matthey aus – bis er schliesslich die Wahl ablehnte.

Genau das kann jetzt auch mit Eveline Widmer-Schlumpf passieren. Wir dürfen davon ausgehen, dass sie jetzt am Natel ist – mit Parteipräsident Ueli Maurer. Bislang, ich wiederhole mich, hat sie nicht gesagt, wie sie sich bei einer allfälligen Wahl entscheiden würde. Das kann als Signal interpretiert werden. 

Foto: keystone
  

Bundesrats-“Hitchcock”: Signale überall

Die Nerven sind angespannt, im Kafisatz wird gerührt und gerührt – und nochmals gerührt.

Was seit der Wahl von Eveline Widmer-Schlumpf geschehen  ist: Signale wurden gesendet und empfangen.

– Das Resultat von Hans-Rudolf Merz mit 213 Stimmen ist ein solches Signal. Seine Wiederwahl galt noch vor ein paar Stunden als nicht absolut gesichert, jetzt dieses Traumergebnis. Das hat mit der mehrfach angeschnittenen Dynamik zu tun. Und mit Psychologie.

– Die Wahl von Corina Casanova zur neuen Bundeskanzlerin ist ein ebensolches Signal.

– Das nächste Signal wird die Wahl von Pascal Couchepin zum neuen Bundespräsidenten sein. Er wird ein gutes Ergebnis machen und von Leuten Stimmen erhalten, die von ihm nicht viel halten. Das nennt man geschicktes Taktieren. Oder Zückerchen verteilen.

Wer hätte das gedacht: Unerwartet werden die Bundesratswahlen zu einem Krimi à la Hitchcock.

Ein Bündnertag, ein Frauentag

Verschnaufpause unter der Bundeshauskuppel, währenddem die gewählte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf im Bahnhof Bern einfährt. Dutzende von Journalisten dürften auf dem Perron warten, um sich auf sie zu stürzen. Als ob sie ausgerechnet dort erklären würde, ob sie die Wahl annimmt.

Der heutige Tag wird in die Geschichte eingehen, ganz egal wie es weitergeht. In jedem Fall ist der heutige Tag ein Bündner Tag und ein Frauentag. Die neue Bundeskanzlerin heisst Corina Casanova, eine Rätoromanin. Eveline Widmer-Schlumpf kommt ebenfalls aus dem Kanton Graubünden.

Nachdem vor vier Jahren Ruth Metzler abgewählt und Christine Beerli (BE) nicht zur neuen Bundesrätin gewählt wurde, ist der doppelte Bündner Frauenerfolg eine gute Nachricht. Da passt eine Aussage von alt Nationalrätin Josy Meier: “Frauen gehören ins Haus – ins Bundeshaus.”

Widmer-Schlumpf hat es nun in der Hand. Dass sie sich bis morgen um 7.30 Uhr Zeit für ihre Entscheidung lässt, ist weise. Viel schlafen wird sie nicht. Jetzt schlagen die Stunden der Einflüsterer, Charmeure, Droher und Intriganten. “Zeit für ein verspätetes Mittagessen?”, fragt Bürokollege Suppino. Aber klar doch.