Eveline Widmer-Schlumpf: Unterstützung kommt aus der falschen Ecke

Hasstiraden prägen die Debatte um Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Es ist bemühend, wieviel Unwahrheiten und Bockmist zu dieser Sache abgesondert werden. Diese Causa zeigt exemplarisch: Je lauter, länger und penetranter Unwahrheiten und Bockmist abgesondert werden, desto grösser sind die Chancen, dass sie im breiten Publikum als Wahrheiten verstanden werden.

Ein Beispiel: Allen Ernstes wird behauptet, die Abwahl von Christoph Blocher sei undemokratisch gewesen. Hat im Dezember 2003 jemand dasselbe behauptet, als Bundesrätin Ruth Metzler abgewählt wurde? Als 1983 Otto Stich statt Lilian Uchtenhagen Bundesrat wurde – und vor ihm eine ganze Reihe andere inoffiziellen SP- und FDP-Kandidaten? Auf Kantons- und Gemeindeebene gibt es weitere Beispiele. Abwahlen sind legitim, genauso wie die Bevorzugung von inoffiziellen Kandidierenden.

Die bange Frage ist: Haben ein paar Exponenten nicht einmal das Sekundarschul-ABC der Demokratie begriffen – oder geht es ihnen bloss um simple Stimmungsmache?

Eines steht bislang fest: Die Faktenlage ist äusserst dünn. Auf der Basis eines Dok-Films und Medienberichten werden Verurteilungen vorgenommen,  ja es ist eine richtiggehende Lynchjustiz im Gang. Es fehlt nur noch der Scheiterhaufen.

Die SVP-Frauen fordern Widmer-Schlumpf heute via Communiqué auf, aus der Partei auszutreten. Der Titel dieser Verlautbarung:

“SVP Frauen wollen keine emotionale Vernebelung von Tatsachen”

Eveline Widmer-Schlumpf erhält aber auch viel Unterstützung von Frauen – vor und hinter den Kulissen. Allerdings kommt dieser Support aus der falschen Ecke. Alliance F, der Dachverband von fast 90 Frauenorganisationen, tendenziell mit einem leichten bürgerlichen Touch, plant eine Demonstration zugunsten der Bündner Bundesrätin. Das ist nicht ohne Risiko. Wird sie nicht zu einer kraftvollen Manifestation von Tausenden von Frauen und Männern, schwächt das die Position von Widmer-Schlumpf weiter. Zudem wird der SVP-Spitze Munition geliefert. An der Demonstration werden vor allem Mitglieder und Sympathisanten von CVP, SP und Grünen teilnehmen. Ich höre den Kommentar von Toni Brunner schon: “Seht, seht, es sind die Kollaborateure von Frau Widmer-Schlumpf, die auf die Strasse gehen.”

Wichtiger für Widmer-Schlumpf wäre die Unterstützung aus den eigenen Reihen, allen voran aus dem Kanton Bern. Keine Sektion ist so mitgliederstark und machtbewusst wie sie. Doch wer heute in der “NZZ am Sonntag” das Interview mit Kantonalpräsident Rudolf Joder liest, stellt fest: Jeder Satz ist in drei Schichten Watte gepackt, Joder hält sich alle Optionen offen, bezieht keine Stellung, ist nett frisiert und lächelt immer freundlich. Bürokollege Suppino giftelt: “Der weiss vermutlich nicht, wie man das Wort Rückgrat buchstabiert.” Irgendeinmal geht ein solches Verhalten ins Auge.

Brunners Machtpoker mit Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf

Gestern Abend fragte Viktor Giacobbo in seiner neuen Sendung: “Hat die SVP eigentlich noch ein anderes Thema nebst dem geplanten Rauswurf von Bundesrätin Widmer-Schlumpf”? Das Publikum lachte. Satire ist immer dann beissend, wenn sie der Realität besonders nahe kommt. Die Absicht der SVP-Parteispitze ist klar kommuniziert, es gibt kein Zurück mehr. Der Ausschluss der Bundesrätin – oder der Bündner SVP – soll für den neuen Parteipräsidenten Toni Brunner zu einem Gesellenstück werden. Es geht um einen Machtpoker. Das lässt sich auch salopp ausdrücken: Brunner versucht den Hosenlupf – mit guten Chancen auf Erfolg.

Die neue Dynamik wurde durch den DOK-Film von Hansjürg Zumstein ausgelöst. “Die Abwahl – die Geheimoperation gegen Christoph Blocher” wurde am 6. März am Schweizer Fernsehen gezeigt. Bereits der Titel suggeriert, dass im Hintergrund eine clevere Strategie zur Abwahl Blochers erarbeitet wurde. Der ganze Film basiert auf dieser These und versucht sie zu zementieren. Meine These ist viel simpler: Die Abwahl des Justizministers war einerseits zu einem rechten Teil Zufall. Andererseits stolperte Blocher über sich selber. Er ist in den letzten Jahren vielen, zu vielen Parlamentariern kräftig auf den Schlips getreten.

Doch lassen wir ein paar Haupt- und Nebendarsteller zu Wort kommen:

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“Scharfmacher hat es in der SVP immer gegeben. Der Film hat diesen Scharfmachern Schützenhilfe geleistet, und ich meine, das ist bewusst geschehen. Das war das Ziel des Films. […] Im Nachhinein gab es einige Akteure, die ihre Rolle bei der Abwahl Blochers ins Scheinwerferlicht stellen wollten – leider.”

Andrea Hämmerle, SP-Nationalrat (GR),”Die Südostschweiz”, 30.03.2008

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“Vor diesem Hintergrund habe ich ihr [Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, die Red.] nahegelegt, erstens ihr Amt niederzulegen und zweitens aus der SVP auszutreten. Falls Sie das nicht tut, wäre die Bündner Kantonalpartei in der Pflicht, Frau Widmer-Schlumpf aus der Partei auszuschliessen. […] Das grösste Kapital der SVP ist ihre Glaubwürdigkeit, ihre Geradlinigkeit, ihre klaren Standpunkte.”

Toni Brunner, SVP-Nationalrat (SG) und Parteipräsident, “Berner Zeitung”, 29.03.2008

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“Ich werde nicht aus dem Bundesrat zurücktreten, und ich werde auch nicht aus der Partei austreten.”

Eveline Widmer-Schlumpf, SVP-Bundesrätin, “Neue Luzerner Zeitung”, 29.03.2008

“Das ist eine Sache zwischen der Bündner SVP und der SVP Schweiz.”

Rudolf Joder, Nationalrat und Kantonalpräsident der SVP Bern, diverse Zeitungen

Die einzige bekanntere SVP-Stimme, die ich in den letzten Tagen vernommen habe un die komplett anders tönt, gehört Martin Stuber, dem Parteipräsidenten der Thurgauer SVP. In der “Neuen Zürcher Zeitung” von heute wendet er sich gegen einen Zwangsausschluss von Eveline Widmer-Schlumpf – oder der Bündner SVP aus der SVP Schweiz: Bisher habe ihm niemand erklären können, welchen Nutzen dies der Partei bringen sollte – “ausser dass man sie dadurch zu einer Märtyrerin machen würde”.

Am Freitag wird der Zentralvorstand der SVP Schweiz entscheiden, was sie vorschlägt. Kommuniziert wird tags darauf, an der Delegiertenversammlung in Lungern. Dieses Vorgehen garantiert maximale mediale Aufmerksamkeit: Am Donnerstag und/oder Freitag gibt es eine Auslegeordnung und womöglich neue Einschätzungen aus dem Bündnerland, am Samstag Stochern im Nebel, allenfalls angereichert mit einem kleinen Häppchen, das verabreicht wurde, am Sonntag und Montag die Berichterstattung und Einschätzung der DV. Dabei ist schon jetzt glasklar, welches Vorgehen der Zentralvorstand beliebt machen wird.

Bürokollege Suppino guckt sehr irritiert um die Ecke, kratzt sich am Kopf und fragt:”Wann geht es wieder einmal um Politik?”


Fotos:
– Brunner und Hämmerle: parlament.ch
– Widmer-Schlumpf: nzz.ch

Erfolgswelle der SVP rollt weiter, keine Umgruppierung im linken Lager

Knapp fünf Monate nach den eidgenössischen Wahlen gehen die Erfolge der SVP weiter. Bei den Palamentswahlen in den Kantonen St. Gallen und Schwyz verbuchte sie heute Erdrutschsiege, plus 9 Sitze in St. Gallen, plus 14 Sitze in Schwyz. Damit stellt die Volkspartei in beiden Parlamenten die klar grösste Fraktion. Das ist Balsam für sie, gerade nach der Abwahl von Christoph Blocher, die noch lange für Eruptionen sorgen wird.

Versuchen wir, die Ergebnisse näher zu betrachten: St. Gallen wie Schwyz waren bis vor wenigen Jahren CVP-Hochburgen, jahrzehntelang bestimmte diese Partei nach Belieben, was Sache ist und was nicht. In Schwyz hatte sie beispielsweise bis 1988 die absolute Mehrheit im Parlament. Im Kanton St. Gallen wiederum existierte die SVP im schicksalsträchtigen EWR-Abstimmungsjahr 1992 noch gar nicht. Inzwischen hat sie sich bei Nationalrats- und Kantonsratswahlen als klare Leaderin durchgesetzt.

Die Erfolge in beiden Kantonen haben mit dem EWR zu tun. Die Ja-Parole von FDP und CVP bei dieser Jahrhunderabstimmung haben das konservative Publikum nachhaltig irritiert. Omnipräsent war die Figur Blocher. Seine Abwahl im Dezember hat vermutlich stark mobilisiert und Neuwähler in die Arme der Volkspartei getrieben. Die SVP-Erfolge sind aber auch mit der Auflösung der traditionellen Milieus zu erklären: Katholiken wählen heute nicht mehr zwingend CVP. Laut einer Untersuchung der Schwyzer Wahlen vor vier Jahren landete die Konfession als Entscheidungskriterium noch auf Rang 9.

Auf eidgenössischer Ebene kam es im letzten Herbst zu einer Umgruppierung des linken Lagers: Die SP verlor massiv, die Grünen und Grünliberalen legten zu. Bei den kantonalen Wahlen in St. Gallen und Schwyz wird diese Entwicklung nicht bestätigt. Allerdings verliert die SP in beiden Kantonen massiv, minus 7 Sitze in St. Gallen, minus 6 in Schwyz. Das kommt einer Abstrafung gleich, in beiden Kantonen ist es zu einem massiven Rechtsrutsch gekommen. Dass die Grünen in St. Gallen nicht zulegen konnten, erstaunt. Sie haben die letzten vier Jahre in allen Kantonen und bei den eidgenössischen Wahlen deutlich zugelegt.

Es gibt ein weiteres Merkmal, das sich vom Ausgang der eidgenössischen Wahlen unterscheidet: Die CVP kassiert in beiden Kantonen eine Schlappe. Das ist für die einst so stolze Partei bitter und kann zu Unruhen führen. Der Kurs, den die CVP auf nationaler Ebene fährt, dürfte in den katholischen Stammlanden nun lauter kritisiert werden. Wie es scheint, bezahlen CVP und SP für den Coup, den sie mit der Abwahl von Christoph Blocher gelandet haben.

Auch bei den Exekutivwahlen hat die SVP Oberwasser: In Schwyz holt sie einen zweiten Sitz – zulasten der FDP. In St. Gallen zwingt sie FDP und CVP in einen zweiten Wahlgang und hat keine schlechten Karten, den Einzug in die Kantonsregierung zu schaffen. Notabene mit einem Kandidaten, der noch vor zwei Monaten weitherum unbekannt war. Toni Brunner, der neue Präsident der SVP Schweiz und Noch-Präsident der St. Galler Kantonalsektion, geht gestärkt aus diesem Wahlsonntag hervor. Das ist wichtig für ihn persönlich, weil er im letzten Herbst den Einzug in den Ständerat verpasste. Er hat die letzten 15 Jahre unermüdlich Ortssektion um Ortssektion gegründet. Das ist harte Knochenarbeit. Er war sich nicht zu schade dafür, in verrauchten “Bären”-, “Löwen”- und “Rösli”-Säälen zu jeweils nur einer handvoll Unzufriedener zu sprechen und sie für die Sache seiner Partei zu gewinnen.

Ueli Maurer: Vom Suppenkaspar zum Schwergewicht – Fehr blieb Fehr

Ende Monat treten zwei Parteipräsidenten ab: Hans-Jürg Fehr (SP) und Ueli Maurer (SVP). Beide Parteien kühren am 1. März ihre Nachfolger, bei beiden Parteien ist schon lange klar, wer übernimmt. Fehr und Maurer kündigten übrigens am gleichen Tag – es war am 26. Oktober 2007 – ihren Rücktritt an. Ansonsten gibt es keine Parallelen. Die Pendlerzeitung “.ch” hat Politologe Andreas Ladner und mich gebeten, eine Bilanz zur Wirkung der beiden abtretenden Präsidenten zu ziehen. Et voilà:

Punkt_CH_27_Februar_2008.pdf

Pendlerzeitungen verlangen Kürze. Deshalb publiziere ich hier meine Einschätzung, schwergewichtig auf die Auftrittskompetenz fokussiert, der beiden Präsidenten etwas ausführlicher.

hans_jurg_fehr1.jpgHans-Jürg Fehr argumentiert klug und ist in der Debatte gewieft. Er kann sehr gut zuhören und blitzschnell kontern. In Streitgesprächen und Interviews punktet er oft. Sein Dilemma: Viele Zuschauer bemerken das kaum. In öffentlichen Auftritten wirkt Fehr manchmal säuerlich. Er liebt weder die Show noch das Spiel mit den Medien. Er hat Schalk und eine Prise Humor, zeigt dies aber viel zu selten.

In den letzten 15 Jahren hat in der Schweiz das Fernsehen massiv an Bedeutung gewonnen. Bei den Auftritten im Fernsehen ist die non-verbale Kommunikation entscheidend, nicht der Inhalt. Das kam Hans-Jürg Fehr mit seiner zuweilen biederen Art nicht entgegen. Vermutlich ist er froh, jetzt wieder ins zweite Glied rücken zu dürfen. Fehr hat keine tiefen Spuren hinterlassen, was auch mit seiner Partei zu tun haben könnte. Ich werde den Eindruck nicht los, dass die SP keinen starken Präsidenten tolerieren würde. Eine autoritäre Figur wie Helmut Hubacher passte nicht mehr in die heutige Zeit. Der schlitzohrige Peter Bodenmann wiederum überforderte mit seinem Tempo nicht nur die Gegner, sondern auch viele Mitglieder aus den eigenen Reihen. Er war, im Gegensatz zu Hans-Jürg Fehr, auch kein Teamplayer. Der designierte Präsident Christian Levrat, erst 38-jährig, lädt sich eine schwere Last auf die Schultern. Seine Aufgabe ist es, die Partei zu einen und klar zu positionieren. Gleichzeitig muss die SP im umgruppierten linken Lager ihre Rolle finden, sonst verliert sie weiter. An die Grünen und die Grün-Liberalen, womöglich sogar an die CVP.
ueli_maurer3.jpgUeli Maurer wirkte 1996, zu Beginn seiner Präsidentschaft sympathisch, aber unsicher und zum Teil unbeholfen. Er wurde von Feind und Freund belächelt. Peter Bodenmann nannte ihn einen “Suppenkaspar”. Die Veräppelungen in „Viktors Spätprogramm“ waren entscheidend: Einerseits wurde Maurer dank der populären Satiresendung schweizweit bekannt. Andererseits überdeckte die trottelige Figur, die dort gegeben wurde, Maurers Entwicklung zu einem politischen Schwergewicht. Maurer pflegt eine klare, einfache Sprache, ein guter Rhetoriker ist er aber nicht. Er platziert die Kernaussagen seiner Partei unermüdlich und hat perfekt verinnerlicht, was „keep it simple and stupid“ heisst.

Maurer war nach eigenen Angaben bis zu 250 Abende pro Jahr für seine Partei unterwegs. Bei seinen unzähligen Auftritten erarbeitete er sich sein rhetorisches Rüstzeug. Im Scheinwerferlicht ist Maurer stets von der ersten Minute an auf Touren, während seine Kontrahenten sich noch warmlaufen. Mit seinem druckvollen Powerplay nimmt er deshalb nicht selten von Beginn weg das Heft in die Hand und dominiert die Debatte bis zum Schluss. In den letzten Jahren ist er mir mit seinen gereizten Auftritten aufgefallen.

Ueli Maurer hinterlässt grosse Fussstapfen. Er war nebst Christoph Blocher die wichtigste Figur der SVP Schweiz und wird kaum zu ersetzen sein.

Foto Fehr: espace.ch; Foto Maurer: nzz.ch

FDP – wie geht es weiter?

GAST-BEITRAG

von Bruno Schaller, Heimberg (BE)

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Anfang der 80er-Jahre war die FDP eine klar rechtsbürgerliche Partei und Garant für eine verlässliche, konsequente und liberale Politik. «Mehr Freiheit und Selbstverantwortung – weniger Staat», das war die glasklare Botschaft. Sie versuchte nicht, es allen recht zu machen, sondern schaffte es, sich als deutliches politisches Gegengewicht zum Sozialismus zu positionieren. Mein Eintritt in die FDP war reine Formsache.

Spätestens seit der politischen Wende 1989 ist es auch dem hinterletzten Romantiker klar, dass sich der Sozialismus (nicht aber das soziale Denken!) als Irrweg erwiesen hat. Das kommunistische System war buchstäblich bankrott und am Ende. Es hätte sich die einmalige Chance geboten, den Weg des freien, liberalen Staates aufzuzeigen: Nur ein finanziell gesunder Staat, der auf möglichst hohe Eigenverantwortung des Bürgers setzt, kann ein sozialer Staat sein.

Leider verpasste es die FDP, ihr klares Profil zu erhalten oder gar weiterzuentwickeln. Selbstkritik tut not: Sie hat wacker mitgeholfen, indem sie das gute Einvernehmen mit allen andern höher gewichtete als die politische Konfrontation und deshalb den Kompromiss jeweils schon bei Diskussionsbeginn vorwegnahm. Die FDP hat als staatstragende Partei mitgeholfen oder zumindest zugeschaut bei Problemen wie Aufblähung des Staatsapparates, Schuldenwirtschaft, Erhöhung der Steuerquote und überbordender Bürokratie, insbesondere für die KMU. Sie blieb seltsam stumm bei der stetigen Minimierung der Eigenverantwortung des Menschen, der Anspruchshaltung an den Staat, der «Laisser-faire-Erziehung» der linken 68-Generation und der Kuschelpädagogik an den Schulen. Sie hatte keine Antworten auf die unmittelbaren Folgen davon wie fehlende Disziplin, Anstand und Respekt. Teure Sozialarbeiter, von der arbeitenden Bevölkerung finanziert, üben sich heute in Symptombekämpfung. Brutale Ausländerkriminalität und oberdreister Sozialmissbrauch waren für die FDP jahrelang Tabuthemen – wohl aus falsch verstandener Political Correctness.

Die SVP trat dankbar in dieses Vakuum – und nahm sich der Probleme an, die in der Bevölkerung seit langer Zeit brodeln. Zu ihr sind Tausende FDPler übergelaufen. Die einst stolze Partei hat heute noch magere 15 Prozent Wähleranteil, die SVP inzwischen fast das Doppelte. Das Hauptproblem ist, dass heute kaum mehr jemand weiss, wofür die FDP steht. Einmal präsidiert sie die linksfreisinnige Christiane Langenberger, dann der wirtschaftsliberale Rolf Schweiger. Heute ist der anständige, brave, introvertierte Fulvio Pelli der Chef. Klare Botschaften sind nicht seine Stärke; dies wäre aber für eine Partei (über-)lebenswichtig. Steht die FDP für die linken Euro-Turbos Christa Markwalder oder Marc F.Suter oder die rechten EU-Gegner um Filippo Leutenegger?

Ja, wofür steht heute die FDP? Ah ja, unter anderem für Tagesschulen und Kinderkrippen, dies natürlich auf Kosten der Allgemeinheit. Diejenigen, die nach freisinnigen Grundsätzen die Selbstverantwortung grossschreiben und sich als Familie selbst organisieren, müssen sich nach liberalem Verständnis als Geprellte vorkommen, dürfen sie doch ungefragt diese millionenteuren Einrichtungen mitfinanzieren.

Kurz vor den Parlamentswahlen durfte FDP-Bundesrat Couchepin ungestraft Christoph Blocher mit dem Faschismus der 30er-Jahre assoziieren und ihn in die Nähe des Duce rücken, ohne Aufschrei der Empörung oder Distanzierung seitens der FDP.

Der neuste Coup vom inzwischen zum Bundespräsidenten avancierten Couchepin – der Vergleich des demokratisch gewählten Nationalrates Mörgeli mit dem Hitler-Massenmörder Mengele – ist eine Ungeheuerlichkeit, seine Stellungnahme ein zusätzliches Desaster. Auch wird die Passivität und (Schaden-)Freude über Blochers Rausschmiss aus dem Bundesrat bei Teilen der FDP, darin sind sich Politbeobachter einig, zusätzlich zum Bumerang für die FDP werden.

Wie herauskommen aus dem Dilemma? Jeder Involvierte weiss, dass dies nur mit einem radikalen Neuanfang, neuen Köpfen, einer klaren Positionierung, straffer, zentraler Führung und verbindlichen Regeln für alle «Aushängeschilder» der Partei gelingt. Man kann es auch ganz profan ausdrücken: Sie muss alles daransetzen, dass diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die autonom und eigenverantwortlich für sich, ihre Familie, ihr Geschäft, ihre Mitarbeiter, die Gesellschaft allgemein, handeln – ohne staatliche Beihilfen oder Subventionen –, nicht plötzlich in der Minorität sind. Eine Mehrheit, die beim kleinsten Problem nach dem Staat schreit, das wäre dann nicht nur für eine Partei, sondern für die ganze Schweiz ein wahres Katastrophenszenario.


Bruno Schaller, Heimberg, ist eidg. dipl. Drogist und Inhaber einer Drogerie. Er ist verheiratet, Vater von drei Kindern und befasst sich neben seinem Traumberuf mit Themen aus Wirtschaft, Politik, Gesundheit und Gesellschaft.

 

Sie können diesen Text auch gelayoutet als PDF-Dokument öffnen. Er stammt aus der Berner Zeitung vom 16. Februar 2008:

fdp-wie-geht-es-weiter.pdf

P.S. Das Wahlkampfblog ist ein Themenblog und muss deshalb nicht nur von mir betrieben werden. Im Gegenteil: Gastbeiträge sind hoch willkommen. Wenn so Debatten oder ein Diskurs angestossen werden kann, wäre das sehr erfreulich. Ihre Meinung muss nicht mit meiner übereinstimmen, die Gastbeiträge dürfen aber nicht ehrverletzend, rassistisch oder sexistisch sein. Grundsätzlich orientiere ich mich an den Leserbriefregeln der Qualitätszeitungen. Melden Sie sich bei Interesse per Mail bei mir: mark.balsiger@border-crossing.ch
Ich werde gelegentlich auch Texte, die bereits anderswo erschienen sind, aufschalten. Selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass die Autorin oder der Autor damit einverstanden ist. Beim aktuellen Gastbeitrag von Bruno Schaller, den ich nicht kenne, fragte ich ihn via Mail an, ob er seinen Text auch hier veröffentlichen wolle.

 

Foto: pedro-drogerie.ch  

Bundesrat Schmid schlägt seine Partei

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Basel hat eben die “drey scheenste Dääg” gefeiert. Nach einem Ruhetag gab sich heute Mittag Bundesrat Samuel Schmid im Dreiländereck die Ehre. Ohne Larve, wie er betonte. Er hielt die Ansprache zur Eröffnung der muba. Die schriftliche Version seiner Ansprache wartet mit einigen ironischen, aber auch kräftigen Seitenhieben an die Adresse der SVP auf. So kritisiert er die grösste Fraktion im Bundeshaus, “in einem Anfall von Übermut” auf direkte Kontakte zu ihren beiden Bundesräten zu verzichten.

Bundesrat Schmids komplette Rede:

www.vbs.admin.ch/detailspeech.17314.nsb.html

Mit dieser Kritik wird ein Problem, das seit Jahren immer wieder anklingt, kräftig aufgekocht. Vielleicht kocht es dieses Mal über, lies: es könnte reichen. Für eine Bereinigung in der politischen Landschaft.

An die Provokationen und Beleidigungen aus den eigenen Reihen hat sich Samuel Schmid in den letzten sieben Jahren gewöhnen müssen. Jetzt schlug er zurück. Das kann zu seinem Parteiausschluss führen: Aus verschiedenen Kantonalsektionen sind bislang neun unterschiedliche Anträge eingegangen, die die beiden Bundesratsmitglieder Eveline Widmer-Schlumpf und Samuel Schmid aus der SVP ausschliessen wollen. Dazu braucht es eine Statutenänderung, und dafür sind vorderhand die Ortssektionen zuständig. Die Berner und Bündner Sektionen sind gefordert – ebenso die vernünftigen Kräfte, die es in dieser Partei gibt.


Foto: online 20Minuten

SVP-Kampfblatt: Laut angekündigt, still begraben

In der heissen Phase des Wahlkampfs 2007 kündigte SVP-Präsident Ueli Maurer ein Kampfblatt an. Das hatte er als weitere Drohung platziert:

“Wird Blocher am 12. Dezember abgewählt, verkünden wir am Tag darauf die Lancierung einer Tageszeitung. Die Pläne dafür liegen in der Schublade. Im November und Dezember haben alle beteiligten Personen Termine blockiert, damit wir am 13. Dezember ein fixfertiges Konzept auf den Tisch legen können.”

Und was erhoffte sich Maurer davon?

“Die Zeitung würde ein zentrales Element unserer Oppositionspolitik. Mit Blocher hätten wir einen Ex-Bundesrat, der den Laden kennt. In unserer Zeitung könnten wir die Missstände der regierenden Parteien thematisieren. Ich bin sicher, vier Jahre später kämen wir auf 40 Prozent Wähleranteil.”
(SonntagsBlick 30.09.2007, Werbewoche 11.10.2007)

Maurers Ankündigung sorgte damals für sorgenvolle Mienen: Die Verleger, ohnehin schon in einem entfesselten Verdrängungskampf, mussten mit einem neuen unberechenbaren Konkurrenten rechnen. Die anderen Parteien wiederum fürchteten, dass die SVP ihre Parolen bald sechsmal wöchentlich in die Welt posaunen kann.

Eine Zeitung zu lancieren ist kostenintensiv. Branchenkenner nannten die Summe von 20 Millionen Franken pro Jahr.

Aus der Renaissance der Parteipresse wird allerdings nichts. An der “Journalist des Jahres”-Preisverleihung vermeldete SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli, dass das Projekt nicht zustande komme. Die Pendlerzeitung “20Minuten” zitiert ihn heute so: “Eine Tageszeitung ist eine zu grosse Kiste. Es ist einfach zu teuer.”

Die Ankündigung Maurers von Ende September 2007 ist ein exemplarisches Beispiel für Wahlkampfrhetorik. Sie ist laut, provokativ, einschüchternd, oft verletzend, schlagzeilenträchtig. Die Beerdigung des Projekts aber schafft es nicht oder nur noch ganz knapp in die Medien. In diesem Fall waren es keine 15 Zeilen in einem Pendlerblatt.

Epilog:  Die linke “WochenZeitung” hatte gegen Ende letzten Jahres für eine gesamte Ausgabe die Seite gewechselt und so vorgemacht, wie ein SVP-Kampfblatt tönen könnte. Im Newsnetzwerk wiederum wurde vorsorglich ein mögliches Titelbild für die angekündigte und nun still begrabene Postille publiziert. Et voilà, dieses Überbleibsel aus dem Wahlkampf 2007 will ich Ihnen nicht vorenthalten:

Stephan Hügli wird kampflos geopfert

dsc00072.jpgZuweilen ist es hoch interessant, für ein paar Stunden den Puls des Parteivolkes zu spüren. Heute Abend war ich als Zaungast bei der FDP der Stadt Bern, der Saal bis auf den letzten Platz besetzt, die Stimmung angespannt. Die Freisinnigen hatten über die Listengestaltung für die Gemeinderatswahlen (Exekutive) von Ende November zu befinden.

Winkelzüge, Kommunikationspannen und Gespräche in den eigenen Reihen, aber auch Verhandlungen mit den möglichen Bündnispartnern SVP und CVP waren dieser Nominationsversammlung vorausgegangen. Die Parteileitung verständigte sich schliesslich auf eine 3er-Liste (1x FDP, 1x SVP, 1x CVP). Mithin beugte man sich also dem Druck der beiden anderen Parteien und wollte Polizeidirektor Stephan Hügli kampflos opfern.

In den letzten Tagen hätte man auf Grund der Berichterstattung in den lokalen Medien den Eindruck erhalten können, der Vorschlag der Parteileitung müsse nur noch durchgewinkt werden. Weit gefehlt: Es entzündete sich eine Debatte mit vielen Schattierungen und Einwänden, Ermahnungen und Seitenhieben. Ein Votant fragte beispielsweise rhetorisch, ob man dem Kandidaten der SVP, Beat Schori, das Amt eines Gemeinderats überhaupt zutrauen könne.

Aus der Versammlung heraus wurden zwei Anträge gestellt:
– Die FDP solle sich für eine bürgerliche 5er-Liste stark machen
– Die FDP solle nur ihre beiden bisherigen Gemeinderatsmitglieder Barbara Hayoz und Stephan Hügli nominieren, also den Alleingang wagen

Mit einigem Unmut musste das Parteivolk zur Kenntnis nehmen, dass es nebst der 3er-Liste nur den Alleingang hätte beschliessen können. Alle anderen Vorschläge wären nur auf einen Auftrag zuhanden der Parteileitung hinausgelaufen, mit der SVP und der CVP neue Verhandlungen aufzunehmen. Mit einem derartigen Entscheid hätte die Basis die Parteileitung allerdings desavouiert.

fdp_huegli.jpgNach einer engagierten Diskussion setzte sich der Antrag für eine 3er-Liste durch, mit 68:51 Stimmen überraschend knapp. Stephan Hügli, den die FDP vor einem Jahr bei der Ersatzwahl für den verstorbenen Kurt Wasserfallen ins Rennen geschickt hatte, wird also definitiv fallengelassen. Wenn er konsequent sein will, tritt er nun aus der FDP aus.

Hügli erklärte vor der versammelten Parteibasis, dass er sich bis zum Anmeldeschluss Ende Sommer die Option einer wilden Kandidatur offen halten werde. Damit würde er seinen Sitz nicht retten, weil die Stadtberner Exekutive im Proporzverfahren erkoren wird. Entscheidend sind folglich die Stimmen, die eine Liste erziehlt. Auch wenn Hügli eine “Fun-Liste” mit Bronco Jimmy Hofer einreicht, wird es nicht für einen Sitz reichen. Aber Hügli, schwer enttäuscht und mit vielen Messern im Rücken, kann mit einer wilden Kandidatur seiner Partei und der bürgerlichen Liste im Allgemeinen schaden. Vor vier Jahren hat Ursula Begert gezeigt, was eine wilde Kandidatur bewirken kann.

Stephan Hügli verantwortet seine Nichtnomination allerdings weitgehend selber. Im Nachgang der Ausschreitungen vom 6. Oktober in der Stadt Bern verscherzte er seine Sympathien. Seine Art zu kommunizieren kann in die Lehrbücher eingehen – als Beispiel, wie man es nicht machen sollte.

Schliesslich: Die Nominationsveranstaltung der FDP kam um Monate zu spät. Aus der heutigen Sicht ist es nur schwer nachvollziehbar, weshalb die Parteibasis nicht schon im November an einer ausserordentlichen Versammlung befragt wurde. So hätte man die Parteileitung gestärkt und mit einem präzisen Auftrag in die Verhandlungen mit SVP und CVP schicken können. Diese Vorgehen hätte parteiintern die Reihen vermutlich eher geschlossen.

Mark Balsiger

Fotos: bal/www.bernatmetdurch.ch

“Ich bin doch nicht blöd” – die Nein- Kampagne unter der Lupe

SP-Plakat nichtbloedVor einigen Jahren hat der Media Markt mit dem Spruch “Ich bin doch nicht blöd!” seinen Siegeszug durch die Schweiz angetreten. Er wurde auf Anhieb zum Gassenhauer, dümmlich, aber eingängig. Nur noch die Sprüche “Söll emal choo!” (Trio Eugster 1978, “Teleboy”-Sketch) und “Freude herrscht!” (Adolf Ogi) sind ähnlich populär. Noch heute ist “Ich bin doch nicht blöd” in fast aller Munde. Die SP Schweiz macht sich das zunutze und verwendet ihn als Slogan gegen die Unternehmenssteuerreform II, die am 24. Februar zur Abstimmung kommt.

Die “Basler Zeitung” befragte mich gestern zu dieser Kampagne, was sich in einem Artikel mit dem Titel “Wie David gegen Goliath punkten kann” niederschlägt.

BaZ-Artikel vom 24.1.2008 als PDF

Betrachten wir das Hauptsujet, das ab Anfang Februar auch auf Plakaten zu sehen sein wird. Ich erachte es grundsätzlich als geschickt, einen bekannten und eingängigen Slogan aufzuwärmen. So können viele Betrachterinnen und Betrachter abgeholt und zur Kernaussage geleitet werden. Die rhetorische Frage “Die AHV schädigen?” in Verbindung zu “Steuergeschenke für Grossaktionäre” ist zentral und gut gewählt. Wieso?

– die AHV ist vielen Menschen in unserem Land heilig
– die älteren Generationen sind wichtige Zielgruppen. Sie beteiligen sich stärker an Wahlen und Abstimmungen als andere
– die AHV ist eine Errungenschaft, für die die SP jahrzehntelang kämpfte
– das Sujet macht augenblicklich klar, wer verliert

Folgerichtig haben die Werber eine sympathische Pensionärin abgelichtet. Es ist allerdings ein Denkfehler, dass diese ein viel zu grosses und neues Portemonnaie in den Händen hält. Diese Botschaft ist nicht kohärent. Auf dem Plakat fehlt zudem die URL – noch ein Denkfehler. Sie lautet schlicht und knapp nicht-bloed.ch

Weniger gelungen bis teilweise peinlich sind auf dieser Website die 15 weiteren Sujets, die als “nicht-blöd-e-paper” aufgeführt werden. So abgedroschen dieser Satz auch ist, er trifft zu: Weniger wäre mehr gewesen. Ein Beispiel aus der Serie:

SP-Plakat nichtbloed

Eine Einschätzung der Ja-Kampagne folgt, wenn die Zeit dafür reicht.

Quellen: www.sp-ps.ch / www.nicht-bloed.ch

Ein Jahr Wahlkampfblog: 115’000 Seiten aufgerufen, Besucher aus 61 Ländern

Heute vor einem Jahr wurde unsere Publikation “Wahlkampf in der Schweiz – ein Handbuch für Kandidierende” veröffentlicht. Gleichzeitig – ursprünglich als ergänzende Serviceleistung vorgesehen – schaltete ich das Wahlkampfblog auf. Das Einjahr-Jubiläum veranlasst mich, einen Blick in die Statistik zu werfen:

– In den letzten 365 Tagen sind hier 98 Beiträge und 192 Kommentare erschienen. Das ergibt ein Verhältnis von 1:2 und überrascht nicht: Weblogs haben sich in der Schweiz eine Nische erkämpft, sie werden gelesen, kommentiert wird in der Regel sehr zurückhaltend. Das sind auch die Erkenntnisse der ersten wissenschaftlichen Arbeiten zu politischen Blogs. Herr und Frau Schweizer konsumieren zwar die “Posts”, beteiligen sich aber mehrheitlich nicht an den Diskussionen.

– 11’731 “unique visitors” wurden bislang erhoben, sie haben gegen 115’000 Seiten aufgerufen.

– In den ersten Monaten schrieb ich, ohne einen Leser zu haben. Ab April änderte sich das langsam, die Kurve begann sich kontinuerlich nach oben zu bewegen. Seit Oktober hat sich der Besucherschnitt bei 200 pro Tag eingependelt. Einsame Rekorde wurden während den Bundesratswahlen erreicht: Am 12. Dezember waren es 1729 Besuche, am 13. Dezember 1167.

– Die Besucherinnen und Besucher sind aus 61 verschiedenen Ländern auf das Wahlkampfblog gestossen. Mehrheitlich dürften es Auslandschweizer sein, die ein überdurchschnittliches Interesse an den Wahlen hatten. Sie stammen u.a. aus Kanada, Brasilien, Ukraine, Vereinigte Arabische Emirate, Sudan, Taiwan und Neuseeland.

Fazit: Der Wahlkampfblog hat sich nicht zu einem A- oder B-Blog entwickelt, aber er erreicht eine kleine interessierte Lesergemeinde. Das spornt mich an, weiterzumachen. Mein Ziel ist es, in diesem Jahr 50 Beiträge zu verfassen. Die Qualität steht allerdings im Vordergrund, die Themenfelder sind klar abgesteckt. Ich werde schreiben, wenn
– ich Zeit dafür habe
– es mir auf den Fingernägeln brennt
– ich den Eindruck habe, eine neue Perspektive einbringen zu können

Wenn das geschätzt wird, freut mich das.

Mark Balsiger