Bundesratswahlen (I) und die Viren

Seit Tagen kommt immer und immer wieder dieselbe Frage: „Wahlkampfblogger, was ist los mit dir?“ Nun, vielleicht sollte man meinen Arzt oder Apotheker fragen. Das habe ich bislang unterlassen. Die Viren, die sich bei mir vorübergehend einen Gastplatz erkämpften, ohne mich richtig flachzulegen, bringe ich aber auch sonst weg.

Die Rezepte aus Grossmutters Zeiten werden erfolgreich sein: Heisser Tee mit Zitrone und viel Honig, Kamillendämpfe und des Nachts eine aufgeschnittene Zwiebel neben dem Bett. Das riecht am Morgen jeweils ziemlich kräftig.

Mit leicht fiebrigem Kopf über die Bundesratswahlen nachzudenken, geht aber gleichwohl. Hoffe ich. Die nächsten Stunden sollen ein paar Ansätze folgen. Ansätze, die man nicht schon dutzendfach gelesen hat. Vielleicht sinds auch bloss Nebenschauplätze.

Bundesratswahlen (II): Die Nobodys

Bundesrat kann jeder werden – theoretisch. Das einzige Wahlkriterium: mündiger Schweizer Bürger zu sein. Mehr als 4,5 Millionen Schweizerinnen und Schweizer erfüllen dieses Kriterium. In der Tat machen bei allen Vakanzen ein paar Unentwegte völlig unbekannte Personen bei den Bundesratswahlen mit. Heute sollen es 18 sein.

Weshalb kandidieren sie? Aus Jux? Weil sie eine Wette verloren haben? Weil sie darauf hoffen, einmal für einen langen Atemzug im Scheinwerferlicht stehen zu können? Sind es schlicht Spinner? Ich weiss es nicht. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ein solcher Kandidat einmal porträtiert wurde. Eigentlich schade.

Noch kaum einmal wurde einer dieser Nobodys auch nur namentlich bekannt. Einzig die Parlamentsdienste und das Ratsbüro dürften die Namen zu Gesicht bekommen. Der Nationalratspräsident verliest sie nicht. Eine andere Besonderheit bei Bundesratswahlen: Es könnte – erneut theoretisch – auch jemand ins Rennen geschickt werden, der davon gar nichts weiss. Spätestens im Nationalratssaal muss diese Person aber Farbe bekennen: die Wahl annehmen oder ablehnen.

Bundesratswahlen (III): Weshalb nicht ein Sprengkandidat ausserhalb der Politik?

Wohlgelitten, gut verankert in der eigenen Partei, erfahren, politisch versiert, mit einem klingenden Namen – bei Eveline Widmer-Schlumpf kamen vor Jahresfrist viele wichtige Faktoren zusammen.

Dieses Mal fehlt eine Sprengkandidatur von ihrem Kaliber. Schon seit Tagen zeichnet sich dieses Manko ab. Und wenn es innerhalb der SVP auch solche Sprengkandidaten gäbe, sie winkten alle ab. Das Damoklesschwert ist allgegenwärtig: Wer eine Wahl annimmt, ohne offiziell kandidieren zu dürfen, wird per sofort aus der Partei ausgeschlossen. So hat es die SVP vor zwei Monaten entschieden.

Es ist offensichtlich: Die Volkspartei will auf Nummer Sicher gehen und keinen zweiten Fall Widmer-Schlumpf mehr zulassen. Die politische Linke, die seit Tagen auf der Suche ist nach einem Sprengkandidaten, hätte vielleicht ausserhalb politischer Kreise sondieren müssen. Ein frecher Gedanke, fürwahr. Was spricht dagegen?

Nach dem Kalten Krieg wurde in der Tschechoslowakei ein Schriftsteller zum Präsidenten gewählt – ein Quereinsteiger. Stellen sie sich die Vereinigte Bundesversammlung, Hunderte von Medienschaffenden und schätzungsweise eine Million Menschen vor, die heute um etwa 9 Uhr gebannt auf die Resultate des ersten Wahlgangs warten. Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi setzt an… und spricht ins Mikrofon, um Fassung ringend: 75 Stimmen hat erhalten… Jens Alder! Der Coup wäre gelandet.

Ich höre die Kommentare schon: „Du musst hohes Fieber haben.“ Vielleicht. Vielleicht wäre aber genau der ehemalige CEO der Swisscom, seit kurzem wieder auf dem Arbeitsmarkt, der Quereinsteiger, der die Bundespolitik erfrischend anders gestalten würde.

Bundesratswahlen (IV): Sieben Gründe, weshalb Ueli Maurer heute Bundesrat wird

1. Die FDP-Fraktion steht praktisch geschlossen hinter Ueli Maurer Kandidatur. Das tut sie nicht aus tiefster Überzeugung, sondern aus taktischen Gründen. In ein paar Monaten dürfte die Nachfolge von Pascal Couchepin (fdp) zu wählen sein. Dann ist die FDP auf die Stimmen der SVP angewiesen, auch wenn diese zuerst wieder mit einer eigenen Kandidatur zeuseln wird.

2. Die meisten SVP-Mitglieder der Bundeshausfraktion haben genug von der selbst verursachten „Opposition“. Nach einem Jahr möchten sie zurück in den Bundesrat und die Ära Blocher abschliessen. Christoph Blocher dürfte es mit respektablen Resultaten bis in den dritten Wahlgang schaffen – wenn er will. Vielleicht zieht er sich nach dem ersten Wahlgang bereits zurück. (Zum letzten Mal in seiner langen politischen Karriere ans Rednerpult zu treten, wird er sich dabei nicht entgehen lassen.) Das ist eine letzte Ehrerweisung seiner Parteikollegen. Nachher werden sie zu Ueli Maurer umschwenken.

3. CVP-Mitglieder aus den ehemaligen schwarzen Hochburgen (St. Gallen, Zentralschweiz) fürchten, dass ein weiterer Affront gegenüber der SVP sich negativ auf die CVP in diesen Regionen auswirken kann. Sie werden sich hüten, Ueli Maurer nicht zu wählen.

4. Eine klare Mehrheit der Vereinigten Bundesversammlung will, dass die SVP in den Bundesrat zurückkehrt. Sie erhofft sich dabei mehr Stabilität und etwas weniger Lärm der grössten Partei. Die wirtschaftlich schwere Zeiten, die die Schweiz vor sich haben, wirken weiter disziplinierend auf die Bundesratswahlen.

5. Ueli Maurer ist nicht Christoph Blocher. Entsprechend kann man die heutigen Wahlen nicht mehr mit der Situation vor einem Jahr vergleichen.

6. Luc Recordon machte einen taktischen Fehler, indem er bereits gestern verkündete, er würde seine Kandidatur zugunsten einer anderen zurückziehen.

7. Viele Mitglieder des Parlaments wollen spielen. Aber nur ein wenig. Auf die knallharten Games haben sie keine Lust. Das gilt gerade für Ursula Wyss (sp) und Christophe Darbellay (cvp), die beiden Fraktionsvorstehenden, die sich im Dok-Film „Die Abwahl“ selber feierten. Und prompt auch parteiintern heftig unter Beschuss kamen.

Bundesratswahlen (V): Längst ein Medienspektakel par excellence

Seit den 1990er-Jahren sind Bundesratswahlen stets ein Medienspektakel par excellence. Das hat zwei Gründe: einerseits gibt es bedeutend mehr Medien als früher. Sie stehen heute in einem beinharten Konkurrenz- ja einem Verdrängungskampf. Es ist ein Kampf um Quoten und Auflagen, News und exklusiven Geschichten. Andererseits liegt es an den Möglichkeiten des Mediums Fernsehen.

Heute Morgen waren mehr als 250 Medienschaffende in und um das Bundeshaus an der Arbeit. Dieser vermutete Rekord ist auf DRS4 und die Online-Medien zurückzuführen, die seit wenigen Monaten auch personell im grossen Stil aufgerüstet wurden.

Seit 1994 sind in der Schweiz private TV-Anbieter auf dem Markt, die einen anderen Zugang zur Politik suchen als das Schweizer Fernsehen SF. Die haben die Art der Politikvermittlung verändert und beschleunigt.

Bundesratswahlen eignen sich vorzüglich für das Medium Fernsehen: Es ist unmittelbar und transportiert Emotionen, es suggeriert den Zuschauenden, selber mit von der Partie zu sein.

Die Live-Berichterstattungen mit all ihren Möglichkeiten (Instant-Analysen, Schaltungen an verschiedene Schauplätze, Interviews, Einspielungen von älterem Bildmaterial) zeigen allerdings auch schonungslos auf, wenn Fehlleistungen passieren. Technische und journalistische. Das ist der Preis.

Die tiefschürfendste Frage, die ich heute hörte, stellte eine SF-Reporterin, als sie an einen Parlamentarier herantrat: “Wie fühlen sie sich so bei den Bundesratswahlen?”

Foto: keystone

Christoph Blocher ebnet dem zweitbesten SVPler den Weg in den Bundesrat

ueli_maurer_chr_blocher1_sabina_bobst.jpg

Die Szenerie hatte etwas Bizarres: An der Medienkonferenz spricht vor allem der Zürcher Kantonalpräsident und Nationalrat Ueli Maurer. Neben ihm sitzt stoisch und mit vorgeschobener Unterlippe Christoph Blocher.

Maurer war in den letzten Tagen zum Kronfavoriten für die Schmid-Nachfolge geworden. Jetzt musste er wortreich erklären, weshalb die Überfigur der einzig richtige Kandidat sei.

Der Parteivorstand der Zürcher SVP nominierte Blocher vor ein paar Minuten als Bundesratskandidaten. Am nächsten Montag darf die Delegiertenversammlung den Einervorschlag durchwinken. Blochers Name wird auch 10. Dezember auf den Ticket der Bundeshausfraktion stehen.

Gewählt hingegen wird Blocher er nicht ein zweites Mal. Das weiss er, das wissen seine Getreuen. Damit geht es auch gar nicht. Es geht darum, dem zweiten Kandidaten auf dem Ticket den Weg in den Bundesrat zu ebnen. Dieser zweite Kandidat dürfte Adrian Amstutz oder Ueli Maurer heissen. Blocher, der gestürzte Kaiser, wird also zu einer Art Königsmacher.

P.S. Adrian Amstutz hatte sich vor wenigen Monaten aus dem Rennen genommen, was damals in vielen Zeitungen zu Schlagzeilen führte. Heute gilt das nicht mehr. Merke: Das Wort eines Spitzenpolitikers hat etwa denselben Wert wie die Aussagen eines Fussballtrainers.

Archivbild Ueli Maurer und Christoph Blocher: Sabina Bobst

Die SVP von heute ist in der Rolle der SP von damals – selbst verschuldet

Kaum hatte Samuel Schmid mit seinen berührenden Auftritten angekündigt, auf Ende Jahr zurückzutreten, begann der Furor. Akteure skizzieren Anforderungsprofile, lassen Versuchsballone steigen oder werfen Nebelgranaten, Bedingungen werden in Mikrofone diktiert und Drohungen ausgestossen.

Business as usual? Nein, nicht ganz. Für einmal geht es um mehr.

Versuchen wir, die Ausgangslage aus einer historischen Warte auszuleuchten. Völlig unbestritten ist nur etwas: das Departement, das der Schmid-Nachfolger erben darf, ist das VBS. Eine Rochade können wir ausschliessen. Einerseits stehen die Bundesräte Leuenberger, Couchepin und Merz im Spätherbst ihrer Karriere. Spätestens im Dezember 2011 werden sie zurücktreten, darum kommt für sie ein Wechsel nicht mehr in Frage.

Andererseits sind Doris Leuthard und Eveline Widmer-Schlumpf erst seit Sommer 2006 bzw. Januar 2008 in der Landesregierung. Ein Departementswechsel macht für sie keinen Sinn, gerade auch vor dem Hintergrund der Finanzkrise mit ihren Auswirkungen, die wir erst teilweise erahnen können. Micheline Calmy-Rey, um das Septett zu komplettieren, kann man sich im VBS nicht vorstellen.

Das VBS steht also zur Disposition. Es hülfe zweifellos, wenn das neue Mitglied des Bundesrats mehr als nur eine Ahnung hat von Militär und Sicherheit. Ein höherer Offiziersgrad kann ein Vorteil sein, wenn man von den “Generälen” in der Schweizer Armee, die zum Teil immer noch über dem Teppich schweben, ernst(er) genommen werden will. Ein Zivildienstler oder Gefreiter hätte es ungleich schwerer.

Ein Plus wäre sicher die ausgewiesene Tätigkeit als Sicherheitspolitiker oder als Militär- und Sicherheitsdirektor eines Kantons. Die Betonung liegt auf “ausgewiesen”. Es gibt in den beiden Sicherheitspolitischen Kommissionen (SiK) Mitglieder, die von Verteidigung und Sicherheit noch nicht viel verstanden haben.

Die arithmetische Konkordanz gibt es erst seit 1959

Die SVP reklamiert den frei werdenden Sitz für sich. Das ist grundsätzlich ihr gutes Recht, mit einem Wähleranteil von 28,9 Prozent ist sie mit Abstand die stärkste Partei. Es gibt allerdings zwei Gründe, die es zu bedenken gilt:

Erstens hat die Volkspartei nach einem langen und gehässigen Rachefeldzug Eveline Widmer-Schlumpf aus der Partei ausgeschlossen. Genau jene Widmer-Schlumpf, die die SVP-Spitze zuvor während Jahren immer wieder als mögliche Bundesratskandidatin genannt hatte.

Mit dem Ausschluss Widmer-Schlumpfs kam es zur Spaltung der SVP. Die BDP wurde in der Folge gegründet und so auch zur neuen politischen Heimat von Samuel Schmid, dem zweiten SVP-Bundesrat. Im Verlaufe der letzten elf Monate hat die SVP der politischen Kultur unseres Landes ireparablen Schaden zugefügt. Dass sie nicht mehr im Bundesrat vertreten ist, hat sie sich selbst eingebrockt.

Zweitens ist die arithmetische Konkordanz, die dieser Tage oft bemüht wird, vergleichsweise jung. Von 1848 bis 1959 bildete die Zusammensetzung des Bundesrats die Bevölkerung nicht ab. Das geschah erst mit der Installierung der Zauberformel (2 FDP, 2 CVP, 2 SP, 1 SVP), die 2003 mit der Wahl Christoph Blochers als zweitem SVP-Vertreter gesprengt wurde.

Wer weder die Interessen des Landes glaubwürdig vertritt noch die Konsenskultur pflegt, hat im Bundesrat nichts zu suchen. Diese Erfahrung musste die SP machen: Obwohl sie seit der Einführung des Proporzwahlsystems 1919 zu den drei wählerstärksten Parteien gehört, erhielt sie erst während des Zweiten Weltkriegs einen Sitz, 1959 schliesslich einen zweiten zugesprochen. Von den 1920er-Jahren an stellte sie immer und immer wieder Bundesratskandidaten – erfolglos.

Die Situation der SP von damals darf man mit der SVP von heute vergleichen. Die SP bekannte sich bis 1929 nicht zur Landesverteidigung – und blieb deshalb draussen vor der Tür. Es gibt heute keine zwingenden Gründe, die SVP trotz ihrer permanenten Obstruktionspolitik bereits wieder mit einem Bundesratssitz zu belohnen. Sie soll, so die Argumentationslinie gewisser Akteure, noch etwas warten und unter Beweis stellen, dass sie Werte wie Anstand und Fairplay auch kennt.

Bundesrat Samuel Schmid tritt zurück

Vor ein paar Minuten hat Bundesrat Samuel Schmid seinen Rücktritt bekanntgegeben. Der Zeitpunkt kommt auf den ersten Blick überraschend, war der Druck auf dem VBS-Vorsteher in den letzten Wochen doch immer geringer geworden.

Zudem konnte er gerade dieser Tage einen wichtigen Erfolg verbuchen: Die SVP-Fraktion schwenkte in der Frage des Rüstungsprogramms zu einem Ja um. Entsprechend wir dieses 920-Millionen-Franken-Geschäft im zweiten Anlauf im Dezember durchkommen. In der Herbstsession war dieses Geschäft noch deutlich abgelehnt worden – eine empfindliche Niederlage für Schmid.

Was wir hier und jetzt diskutieren können:

– Weshalb geht Bundesrat Schmid gerade jetzt?
– Wer soll die Nachfolge antreten?
– Darf die SVP nach ihrer “Täupeliphase” bereits zurück in den Bunderat?
– Ist es verantwortungsvoll, wenn Schmid gerade jetzt, in der Finanzkrise, zurücktritt?


Der Rücktritt von Bundesrat Samuel Schmid ist logisch und taktisch geschickt gewählt

samuel_schmid_nzz_small1.jpg

Samuel Schmid wurde von Freund und Feind unterschätzt. Mit seiner Demission narrt er noch einmal alle. Vorab gewisse Medien, die ihn schon seit Monaten wegschreiben wollten, die vielen Kritiker – und die Auguren.

Dass Schmids Tage im Bundesrat gezählt sind, wussten wir schon lange. Allein der Zeitpunkt seines Rücktritts blieb lange Zeit offen. Bis heute Morgen um 10 Uhr.

Der Zeitpunkt für Schmids Ankündigung scheint mir nach einem Spaziergang durch die Lauben logisch – aus drei Gründen:

1. In den letzten Tagen ist die SVP beim Rüstungsprogramm umgeschwenkt. Es handelt sich um eine weitere Pirouette der Volkspartei: Noch vor drei Monaten hiess es im SVP-Pressedienst, dass man Rüstungskredite erst dann berate, “wenn der Verteidigungsminister abgetreten ist”.

Nach dieser Pirouette wird das Rüstungsprogramm beim zweiten Anlauf in der Wintersession problemlos durchkommen. Samuel Schmid kann damit einen wichtigen Erfolg verbuchen. Gepunktet hat er schon gestern, beim Auftritt vor der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) des Nationalrats, die jetzt geschlossen hinter dieser Vorlage steht.

Am 9. Dezember wird der Nationalrat den abtretenden Verteidigungsminister bei seinem letzten grossen Geschäft nicht desavouieren, sondern das Rüstungsprogramm bewilligen. Schmids geschickte Taktik geht auf.

2. Nächste Woche wird über die Euro 2008 Bilanz gezogen. Im Mittelpunkt dieser Medienkonferenz: Sportminister Samuel Schmid. Die Euro ist uns allen in guter Erinnerung, Schmid kann sie als Erfolg für sich verkaufen.

3. Bis Ende November wird der Spezialbericht zur Affäre um Armeechef Roland Nef veröffentlicht. Neues ist dabei nicht zu erwarten.

Bundesrat Schmid hat schliesslich das Rüstungsprogramm doch noch durchgebracht, Lorbeeren für die Euro 2008 geerntet und keine neuen Vorwürfe zur Affäre Nef eingefangen. Dank dieser Bilanz kann Schmid halbwegs aufrecht zurücktreten, er muss sich nicht durch den Hinterausgang davonschleichen.

Ein noch besserer Abgang war nicht möglich. Das wusste Schmid. Darum hat er seine Demission bekanntgegeben.

Foto Samuel Schmid: nzz.ch