Lengsfeld zeigt, was sie hat, CNN kommt

Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ist ein höchst rares Gut. Sie ist für den Erfolg einer Partei oder eines Politikers matchentscheidend. Mit diesem Wissen ging das Team der Berliner CDU-Politikerin Vera Lengsfeld in die kreative Stube.

Das Ergebnis generiert zweifellos die erhoffte Aufmerksamkeit. “Unser Plakat ist ein Welthit”, jubiliert Lengsfeld in ihrem Blog, “heute kam sogar CNN vorbei”. Alleine gestern verzeichnete ihr Blog mehr als 31’000 Besucher.

Die entscheidende Frage lässt sich erst am 27. September beantworten. Dann wählt Deutschland.

Mit derartigen Sujets zu werben ist nicht neu. In der Schweiz versuchten es die Jungfreisinnigen einmal so:

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Man könnte den Ball aufnehmen und kontern: Die Wahlwerbung ist am A…

Die Juso im Kanton Aargau ging bei den Nationalratswahlen 2007 noch einen Schritt weiter und wagte sich an die Primärgeschlechtsteile heran:

Spanisch für Anfängerinnen – Sixt war fix

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Halb Deutschland spottet derzeit über Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), die – hoppla! – über ihren Dienstwagen stolpert. In ihrer Partei beisst man still auf die Zähne. Fix reagierten die Werber von Sixt: Die Autoverleiher befeuern den aktuellen Medienhype weiter und schalten Inserate mit dem Konterfei der Politikerin.

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Dieser Ansatz ist weiss Gott nicht neu. Ich erinnere an Angela Merkel, die vor ein paar Jahren von den Sixt-Werbern mit einer wahren Sturmfrisur veräppelt wurde.

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Wirkungsvoll ist diese Art von Werbung aber weiterhin. Was in Zeiten schmalbrüstiger Budgets umso wichtiger ist.

Doch zurück zu Ulla Schmidt: Heute hätte sie eigentlich ins Schattenkabinett von Merkel-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier berufen werden sollen, zusammen mit knapp 20 anderen Spitzenpolitikern. Daraus wird nun vorerst nichts.

John McCain bekommt zu spüren, worauf es ankommt: “It’s the economy, stupid.”

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Auch bei der dritten und letzten TV-Debatte versuchte sich John McCain als Terrier. Er schnappte nach Barack Obama. Allerdings schaffte es der Republikaner nicht zuzubeissen. Dafür gab ihm der demokratische Präsidentschaftskandidat kaum Gelegenheit.

Obama hat weiterhin in allen Umfragen klar die Nase vorn. Das liegt auch an der wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Wochen und Monaten. Im US-Wahlkampf hat die Wirtschaftspolitik stets eine übergeordnete Stellung. Für die amerikanischen Wähler ist ihre persönliche Situation entscheidend.

Die Rezession, die damit steigende Arbeitslosigkeit und Vorschläge zur Ankurbelung der Wirtschaft sind die wichtigsten Themen. Im Jahre 1992 schafften es die Werber der ersten Clinton-Kampagne, das auf einen griffigen Slogan einzudampfen:

“It’s the economy, stupid.”

Zu Deutsch: Auf die Wirtschaft kommt es an, Dummkopf. Auch damals waren die USA in einer rezessiven Phase. Der amtierende Präsident George Bush ritt nach dem Ende des Kalten Krieges und der ersten Invation in Irak auf einer Erfolgswelle, die ihn lange Zeit als unschlagbar erscheinen liess.

Allerdings hatte es Bush senior nicht fertiggebracht, während seiner Präsidentschaft neue Jobs zu schaffen – eines seiner Versprechen im Wahlkampf 1988. Das war mit ein Grund, weshalb er die Wiederwahl verpasste.

Die chronische Erfolglosigkeit, ja die desaströse Politik der letzten siebeneinhalb Jahre spielt Obama in die Hände. Ebenso die Finanzkrise, weil: die Wall Street wird vorab mit den Republikanern in Verbindung gebracht. Obama schafft es zudem geschickt, die Nähe McCains zu George W. Bush immer und immer wieder zu erwähnen.

Foto Barack Obama und John McCain: keystone

McCain vs. Obama oder Weshalb die erste TV-Debatte Mythos und Meilenstein wurde

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Heute morgen um 3 Uhr (MEZ) ging die zweite TV-Debatte zwischen John McCain und Barack Obama in Szene. Die Ausgangslage war klar: McCain liegt in allen Umfragen deutlich zurück, er musste also angreifen. Das tat er auch, allerdings mit durchzogenem Erfolg. Die meisten Kommentatoren und Umfragen sehen Obama obenauf.

So beginnt nun die Phase, die die Amerikaner oft als “going dirty” bezeichnen. Der 72-jährige republikanische Präsidentschaftskandidat hat nur noch eine Chance, wenn er viel Dreck gegen seinen Konkurrenten schleudert. Solche Strategien bzw. Aktionen werden unter dem Oberbegriff “Negative Campaigning” eingeordnet. In den USA haben sie eine lange Tradition.

Ein Meilenstein in der Entwicklung des Wahlkampfs war das erste TV-Duell zwischen einem demokratischen und republikanischen Kandidaten in den USA. Am 26. September 1960 standen sich im CBS-Studio in Chicago der amtierende Vize-Präsident Richard Nixon und John F. Kennedy gegenüber.

Nixon hatte gerade einen längeren Spitalaufenthalt hinter sich und dabei 14 Kilogramm verloren. Er war schlecht rasiert, im Studio schwitzte er, sein Gesicht war blass-grau und er litt unter Schmerzen, was man ihm ansah. Ganz anders Kennedy, der junge Senator aus Massachusetts: In einem Hotelzimmer hatte er sich mit einem Berater und einer Handvoll Kärtchen mit den entscheidenden Stichworten minutiös auf den TV-Auftritt vorbereitet.

Auf diese Weise warmgelaufen, dazu sonnengebräunt, jugendlich und charmant, überzeugte Kennedy eine Mehrheit der amerikanischen Fernsehzuschauer. Er blickte oft in die Kamera und sprach so das Publikum direkt an – ein Novum im Umgang mit dem damals noch jungen Medium. Laut Umfragen wechselten unmittelbar nach dieser Debatte mehrere Millionen Wähler vom Nixon- ins Kennedy-Lager. Der Kennedy-Mythos war geboren, allein über diese Debatte erschienen mehrere Bücher.

Die Debatte wurde zeitgleich auch am Radio ausgestrahlt. Die Radiohörer zweifelten nicht daran, dass Nixon klar gewonnen hatte. Er wirkte auf sie kompetenter als Kennedy.

Diese Erkenntnisse markierten einen Quantensprung. Sie beschäftigen uns bis heute: Non-verbale Kommunkation ist um ein Vielfaches stärker als para-verbale und verbale. Das Auge schlägt Ohr und Intellekt – immer. Charismatiker wie Bill Clinton oder Bertrand Piccard könnten uns irgendeinen Quatsch erzählen und wir fänden das grossartig.

Richard Nixon verlor 1960 nicht nur das erste Fernseh-Duell, sondern auch die Wahlen. 1968 schaffte er schliesslich den Sprung ins Weisse Haus. In seinen 1979 veröffentlichten Memorien schrieb er:

“When you appear on TV it is not important what you say. It is all about how you look.”
(sinngemäss: Es kommt nicht darauf an, was du am Fernsehen sagst. Entscheidend ist, wie du aussiehst.)

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Fotos:

– John McCain und Barack Obama: keystone
– John F. Kennedy und Richard Nixon: Images of America

Obama ernennt Joe Biden – überraschender ist die Verbreitungsweise

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Joe Biden soll also mit Barack Obama für die Demokraten die Kohlen aus dem Feuer holen. Seine Kandidatur für das Vizepräsidium ist keine grosse Überraschung. Überraschend und ungewöhnlich ist die Art, wie das Obama-Lager diese Entscheidung verbreitete.

Am noch blutjungen Samstag, etwa um 3 Uhr morgens (US-Ostküste), wurde die Nachricht von Bidens Ernennung kommuniziert – per Mail und SMS. Die Wahlkampfzentrale erreichte so Millionen von Obama-Supportern direkt. Diese hatten in den letzten Wochen ihre Handynummern oder E-Mail-Adressen registrieren lassen.

Dieses Vorgehen ist clever: Einerseits bindet Obama seine Supporter so emotional. Er gibt ihnen zu verstehen: Hey, ihr seit wichtig für mich. Ihr sollt die wichtigsten Fakts zuerst und aus erster Hand erhalten. In der SMS verwies der Präsidentschaftskandidat auf den ersten gemeinsamen Auftritt von ihm und Joe Biden. Am Samstag um 15 Uhr sei es soweit, das Video dieses Auftritts könne dann unter www.barackobama.com angeschaut werden.

Andererseits, und das ist nicht unwesentlich, hat Obama auf diese Weise eine grosse Anzahl neuer Mail-Adressen und Handynummern gesammelt. Sie sind Gold wert im weiteren Wahlkampf.

Die Intention der Obama-Wahlkampfzentrale ist offensichtlich: Sie will die etablierten Massenmedien umgehen. Die Botschaften sollen direkt, ungefiltert und in voller Länge bei den möglichen Wählerinnen und Wählern ankommen. Obama setzt dabei seit Beginn seiner Kampagne auf das Internet wie niemand vor ihm – mit Erfolg.

Obamas letzte demokratische Konkurrentin, Hillary Clinton, hatte im Januar 2007 ähnlich kommuniziert. Als sie ihre Kandidatur bekannt machte, geschah dies nicht mit einer Medienkonferenz, nein. Sie liess eine knappe, 1 Minute 44 dauernde Videobotschaft auf ihrer Website aufschalten.

Foto Barack Obama und Joe Biden: www.chicagotribune.com  

Auge in Auge mit Radovan Karadzic

karadzic_frueher2.jpgSpätsommer 1996: Ich habe damals als Journalist in Bosnien gearbeitet. Der erste Sommer ohne Granaten. In Sarajevo trampelten sich die “Internationals” auf den Füssen herum, an jeder Ecke passten Soldaten und Polizisten auf. Eine unverhältnismässige Massnahme, Sarajevo wäre auch ohne sie die friedlichste Stadt Europas gewesen. Die Menschen wollten nach der Belagerung, die fast vier Jahre dauerte, einfach wieder leben, Bekannte besuchen, arbeiten, flanieren, flirten.

Einmal bin ich unterwegs im serbischen Teil Bosniens, der Republika Srpska. Die Strassen sind schlecht, Schlaglöcher allüberall, mein Fortbewegungsmittel ist mit Opel beschriftet, schon längst abgeschrieben, rostig und unzuverlässig. Nach einer langen Fahrt stoppe ich in einer kleinen Stadt und setze mich im Zentrum erschöpft unter ein paar grosse Bäume.

Ich musste eingenickt sein. Ein Geräusch weckt mich wieder, ich schlage die Augen auf – und mein Blut gefriert mir in den Adern, trotz 35 Grad im Schatten. Eine grau-silberne Mähne, luftig geföhnt, buschige Augenbrauen, schmale Lippen, ein Doppelkinn… Keine Zweifel: Radovan Karadzic, der Teufelskerl der bosnischen Serben, den alle fürchten. Auge in Auge.

Das Konterfei des Führers prangt auf einem grossen Plakat, und das wiederum ist auf zwei Holzlattli genagelt. Ein Teenager trägt das Plakat wie eine Trophäe und streckt es mir entgegen.

Innert weniger Minuten füllt sich der Platz, Hunderte von Menschen strömen herbei. Fast alle haben ein Flugblatt oder ein Plakat Karadzics dabei. Dreikäsehochs genauso wie Dattergreise. Das Kürzel SDS ist omnipräsent, so nennt sich seine Partei. Schlachtrufe erklingen, die Menge schaukelt sich hoch. Strassenwahlkampf im Nachkriegsbosnien. Mir wird Angst und Bange.

Ende September 1996: Bei den ersten freien Wahlen nach den Kriegen in Bosnien und Kroatien ist auch die Serbische Demokratische Partei (SDS) von Karadzic dabei – natürlich. Damals wurde Radovan Karadzic, der den Staatsmännern Europas vier Jahre lang auf der Nase herumtanzte, bereits als mutmasslicher Kriegsverbrecher gesucht. Damals stand sein Name noch auf einer schwarzen Liste.

karadzic_heute3.jpgDieser Tage, 13 Jahre später, wurde er in Belgrad gefasst. Mit einer fremden Identität, verkleidet, als Figur, die gut in Emir Kusturicas üppig-überdrehte Filme passen würde.

Von den ganz Grossen fehlt jetzt noch Ratko Mladic, der oberste Militär der bosnischen Serben, oftmals “der Schlächter vom Balkan” genannt.

Langsam löst sich Serbien vom Dunkel der Vergangenheit. Der Weg ist lange und schmerzhaft. Ob die Republika Srpska auch schon unterwegs ist ins Heute?

Mark Balsiger

Aufruhr in Tibet und IOC-Präsident Jacques Rogge schweigt

281126_20080315052744.jpgEin herrlicher Frühlingstag neigt sich dem Ende zu. Ich war an einem Kongress und habe mich später in die Abendsonne gesetzt. Hinter einer Sonnenbrille versteckt, beobachtete ich die Menschen, die durch das Stadtzentrum flanierten. Lebensfreude allüberall.

Vielleicht 15’000 Kilometer östlich von hier herrscht Aufruhr. In Lhasa liefern sich chinesische Soldaten und anfänglich friedlich demonstrierende Tibeter Strassenschlachten. Es gab zwischen 10 und 100 Todesopfer, je nach Quelle. Jörg Schild, der Chef von Swiss Olympic, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) zu einer Intervention in China aufgefordert. Gegenüber dem “Echo der Zeit” von Schweizer Radio DRS sprach er sich aber gegen einen Boykott der Olympischen Spiele in Peking auf.

IOC-Präsident Jacques Rogge hatte zunächst jeden Kommentar zu den Ereignissen in Tibet abgelehnt. Es sei nicht die Aufgabe des Komitees, die Menschenrechtssituation dort zu verbessern, sagte er laut Agenturberichten. Das verlangt kaum jemand, aber ein klares Wort, eine unmissverständliche Aufforderung, die Gewalt zu stoppen – das hätte Gewicht. Rogge könnte an Statur gewinnen. “Der Sport soll sich aus der Politik raushalten”, moniert jemand. Wie bitte? Sport und Politik sind nicht zu trennen. Schon vergessen: Bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau verzichteten viele Delegationen auf eine Teilnahme, um gegen den Einmarsch der Sowjets in Afghanistan zu protestieren.

Foto: Keystone

Angela Merkel ist einen weiteren internen Konkurrenten los

237658-1.jpgPolitische Karrieren sind auf Sand gebaut. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch ist das aktuellste Beispiel. Gestern Nacht ist sein Stern untergegangen. Seine CDU musste bei den Landtagswahlen einen Verlust von mehr als 12 Prozent hinnehmen. Das ist ein regelrechter Einbruch. Die SPD unter Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti hingegen legte fast 8 Prozent zu.

Koch, vor Jahren in eine Spendenaffäre verwickelt, ist dieses Mal waidwund und faktisch erledigt. Dass er im Amt verbleiben kann, darf man ausschliessen. Mit dem Ausgang von gestern hat er auch auf Bundesebene ausgespielt. Roland Koch, machtbewusst und clever, galt seit Jahren als einer der schärfsten Rivalen von Angela Merkel. Er hatte darauf gehofft, dass die Bundeskanzlerin in diesem Jahr einen kapitalen Fehler macht – und er sie beerben kann. So paradox das auf den ersten Blick erscheinen mag: Seine Niederlage stärkt die Position Merkels innerhalb der CDU. Das kann ihr vor den Bundestagswahlen 2009 nur Recht sein.

Zwei andere Widersacher Merkels aus den eigenen Reihen sind bereits vor geraumer Zeit gefallen: Edmund Stoiber (CSU) scheiterte 2002 gegen Gerhard Schröder, machte sich später unmöglich, weil er in Berlin keine Verantwortung als Minister tragen wollte und wurde im letzten Herbst schliesslich von den Bayern in Pension geschickt. Friedrich Merz, Fraktionschef der CDU bis Ende 2004, wiederum hat resigniert und will im nächsten Jahr von der politischen Bühne abtreten.

Foto: cdu-politik.de

Jimy Hofer und Peter Garrett: Musiker drängen an die Macht

Mit dem Sieg der Labor-Partei in Australien wird womöglich ein weltweit bekannter Rockmusiker in ein Ministeramt katapultiert: Peter Garrett, bis 2002 Sänger von “Midnight Oil”. Ein Jahr lang war er bereits Umweltminister im Schattenkabinett von Labor.  Der charismatische Glatzkopf ist von Haus aus Jurist und ein langjähriger Umweltaktivist, der auch als Frontman der “Oils” immer wieder pointiert für die Umwelt seine Stimme erhoben hatte.

Dasselbe kann von Jimy Hofer nicht behauptet werden. Der schillernde Alt-Rocker, “Bronco” und ehemalige Country-Musiker hat Klimawandel usw. noch nicht entdeckt. Obwohl er als Bewohner des Berner “Matte”-Quartiers die Auswirkungen schon zweimal am eigenen Leib zu spüren bekam (Überschwemmungen 1999 und 2005). 

Aber im nächsten Jahr möchte Hofer Stadtpräsident werden. Das ist für ihn seit geraumer Zeit eine abgemachte Sache. Ebenso, dass er bei den Exekutivwahlen auf die bürgerlichen Liste von CVP, FDP und SVP gesetzt wird. Und sollten ihm diese drei Parteien die Unterstützung verweigern, will er alleine antreten. Dieses Ansinnen hat Sprengkraft: Jimy Hofer ist bekannt wie ein bunter Hund und in der Stadt ziemlich populär, für viele ein sympathischer “Outlaw”. Gewählt wird er nie, aber er könnte den bürgerlichen Kandidierenden wichtige Stimmen abluchsen.  Gänzlich ohne Erfahrung im politischen Taktieren und Intrigieren hat Hofer den Parteipräsidenten ein Schnippchen geschlagen und ein kraftvolles Powerplay aufgezogen.